Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Erholung der Rohstoffpreise: Wall Street schließt im Plus

Nach zögerlichem Beginn überwiegen an den US-Börsen vor dem langen Wochenende die grünen Vorzeichen. Für Verunsicherung sorgt weiter die abrupte Kehrtwende der schweizerischen Geldpolitik. Positiv wirkt ein sich stabilisierender Ölpreis.

Getragen von einer Entspannung der Ölpreise hat die US-Börse zum Wochenschluss ihren Abwärtstrend zumindest vorübergehend gestoppt. Die abrupte Kehrtwende der schweizerischen Geldpolitik sorgt unverändert für eine erhöhte Verunsicherung, außerdem nehmen die Sorgen über das globale Wachstum wieder zu.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 1,1 Prozent auf 17.511 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 1,3 Prozent auf 2019 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 1,4Prozent auf 4634 Punkte vor.

Bei den vorbörslich veröffentlichten Inflationsdaten zeigt sich das gewohnte Bild. In der Kernrate, also ohne Berücksichtigung der Energiepreise, sind die Verbraucherpreise im Dezember gestiegen. Unter Einbeziehung der einbrechenden Ölpreise sind die Preise gefallen - im erwarteten Rahmen. Die Industrie hat sich dagegen im Dezember schlechter als erwartet entwickelt, was vor allem auf die geringere Energieerzeugung als Folge der wärmeren Witterung zurückgeführt wird. Die für den Konsum und damit auch das US-BIP so bedeutsame Verbraucherstimmung ist derweil besser als erwartet ausgefallen. Allerdings stützen die Daten den Aktienmarkt bislang nicht.

Goldman Sachs geben nach Bilanz ab

"Die Woche ist bislang verwirrend verlaufen, die Volatilität hat spürbar angezogen. Die größte Konfusion liefert die Ölpreisentwicklung. Sind fallende Ölpreise nun gut oder schlecht für die Weltkonjunktur und den Aktienmarkt", stellt Marktstrategin Anastasia Amoroso von JP Morgan Asset Management die wichtigste Frage überhaupt. Die Meinungen am Markt gehen hier auseinander.

Aus dem Finanzsektor kamen bislang überwiegend enttäuschende Ergebnisse. Die Hoffnung, dass es Goldman Sachs im vierten Quartal besser als die Konkurrenz gemacht hat, hat sich nicht unbedingt erfüllt. Der Kurs der Großbank fällt um 0,7 Prozent. Goldman Sachs konnte sich dem Abwärtssog im Geschäft mit festverzinslichen Papieren im Schlussquartal 2014 nicht entziehen. Die Markterwartungen konnte dagegen insgesamt leicht übertroffen werden. Die Titel des Devisenhändlers FXCM brechen dagegen um 88 Prozent ein. Die heftigen Turbulenzen im Franken haben praktisch das gesamte Eigenkapital aufgezehrt.

Ein zurückhaltender Ausblick bremst den Kurs von Intel, der um 0,8 Prozent fällt. Immerhin steigerte Intel Gewinn und Umsatz im Berichtsquartal deutlich und übertraf die Erwartungen. Schlumberger ziehen mit dem steigenden Ölpreis um 6,1 Prozent an, obwohl der Zulieferer der Ölindustrie im vierten Quartal unter einer schwächeren Nachfrage litt und einen Gewinnrückgang verzeichnete. Regal Entertainment geben um 5,1 Prozent nach. Hier lastet die Entscheidung des Vorstands auf dem Kurs, dass ein Verkauf des Unternehmens aktuell nicht lohnenswert sei.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen