Wirtschaft
Die Arbeitslosenquote sinkt.
Die Arbeitslosenquote sinkt.(Foto: Reuters)

US-Arbeitsmarktdaten überraschen positiv: Wall Street springt an

Die spürbare Erholung am Arbeitsmarkt in den USA lässt ein Ende der ultra-lockeren Geldpolitik näherrücken. Gleichzeitig sind die Daten aber nicht zu gut. Börsianer reagieren erleichtert - die Kurse klettern.

Beflügelt von starken Arbeitsmarktdaten haben sich die US-Börsen am Freitag deutlich fester präsentiert. Zuletzt hatten unerwartet gute Daten die Kurse oft gedrückt, weil Anleger bei einer starken Entwicklung der Wirtschaft davon ausgingen, dass die US-Notenbank ihre Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur - und damit auch des Aktienmarktes - eher früher als später zurückfährt. Nun hieß es nach den Arbeitsmarktdaten indes, die Entwicklung könne auch ein Beleg dafür sein, dass die US-Wirtschaft bald wieder robust genug sein könnte, um eine Kappung der Fed-Hilfen zu verkraften.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,3 Prozent höher bei 16.020 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,1 Prozent auf 1805 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 4062 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 9172 Zählern ins Wochenende.

Auf dem US-Arbeitsmarkt entstanden im November 203.000 neue Jobs. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit lediglich 180.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,0 von 7,3 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit November 2008. Die Fed hatte in ihrem jüngsten Konjunkturbericht schon von Aufwärtstendenzen gesprochen.

Die Daten zum Arbeitsmarkt stehen besonders im Fokus, da die Fed ihre Konjunkturhilfen bei einer nachhaltigen Erholung eben dort drosseln will. Sie pumpt derzeit monatlich 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft. Die meisten Experten hatten zuletzt damit gerechnet, dass die Notenbank die Geldflut im März 2014 eindämmen wird.

Von Intel bis Sears

Bei den Einzelwerten stand der Handelskonzern Sears im Fokus. Die Aktien schlossen nach einer Berg- und Talfahrt 3,8 Prozent im Minus. Sears will seine Bekleidungssparte Land's End abspalten. 

Unter Druck standen Papiere von J.C. Penney, die 8,7 Prozent nachgaben. Die Börsenaufsicht hatte eine Erklärung zur Finanzlage der angeschlagenen Handelskette angefordert.

Bergab ging es auch für die Anteilsscheine des Buchhändlers Barnes & Noble mit einem Kurseinbruch von knapp zwölf Prozent. Das Unternehmen hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Börsenaufsicht Untersuchungen zur Bilanzierung eingeleitet hat.

Intel-Papiere stiegen um 2,3 Prozent. Die Citigroup hatte ihre Empfehlung für den Chiphersteller auf "kaufen" angehoben.

Quelle: n-tv.de

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