Wirtschaft
Maue Zahlen von AMD und anderen US-Tech-Giganten ziehen die US-Börsen herunter.
Maue Zahlen von AMD und anderen US-Tech-Giganten ziehen die US-Börsen herunter.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Gedrückte Stimmung dank den Techies: Wall Street sucht die Deckung

Schlechte Quartalsberichte verderben den Börsianern die Laune: Die US-Tech-Giganten ziehen IBM und AMD die Wall Street runter. Aber es gibt Hoffnung auf bessere Nachrichten.

Die US-Aktienmärkte haben nach einer Reihe gemischter Unternehmensbilanzen am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während der weltgrößte IT-Dienstleister IBM mit seinem Umsatz die Analysten-Erwartungen erneut enttäuschte, erfreute der Mischkonzern United Technologies seine Anleger mit einem überraschend guten Gewinn.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 16.373 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 stieg dagegen 0,1 Prozent auf 1844 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 4243 Punkte vor. In Frankfurt war der Dax mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 9720 Punkten aus dem Handel gegangen.

Es fehlen die richtigen Burner

"Bisher haben wir nichts gesehen, was die Massen begeistern würde", sagte Analyst Andre Bakhos von Janlyn Capital LLC mit Blick auf die bisherige Bilanzsaison der Unternehmen. Im Mittelpunkt standen die Aktien von IBM mit einem Minus von 3,3 Prozent. Der Umsatzschwund hielt auch im Schlussquartal an. Die Erlöse des weltgrößten IT-Dienstleisters gingen damit das siebte Quartal in Folge zurück.

Obwohl Chiphersteller Advanced Micro Devices im vorigen Quartal in die schwarzen Zahlen zurückkehrte, trennten sich die Anleger ebenfalls in Scharen von den Papieren, da AMD schon im laufenden Quartal wieder mit sinkenden Erlösen rechnet. Die Aktie brach rund 12 Prozent ein.

Für Coach ging es knapp 6 Prozent nach unten. Vor allem bei Handtaschen hielten sich die Käuferinnen im vierten Quartal 2013 zurück und zogen Marken wie Michael Kors oder Kate Spade vor.

Gefragt waren erneut die Anteilsscheine des angeschlagenen Mobiltelefon-Konzern BlackBerry mit einem Aufschlag von 8,6 Prozent. Das kanadische Unternehmen macht seine Bürogebäude zu Geld. Die meisten Immobilien in seinem Heimatland sollen mit Hilfe der Servicefirma CBRE verkauft werden. Vorgesehen ist demnach etwa, Eigentum zu veräußern und dann zurückzumieten.

Vor der Startglocke hatten zudem United Technologies und Abbott Laboratories ihre Ergebnisse bekannt gegeben. Bei United Tech lagen Licht und Schatten dicht beieinander. Der Gewinn lag über, der Umsatz unter den Prognosen. Für die Aktie ging es um 1,0 Prozent nach oben. Die Papiere von Abbott Laboratories standen dagegen unter Abgabedruck und verloren 2,7 Prozent. Wegen der Abspaltung seines forschenden Pharmageschäfts hat das Unternehmen einen Gewinneinbruch verbucht. Der bereinigte Gewinn entsprach indes den Erwartungen.

Für die Apple-Aktie ging es mit einem Plus von 0,4 Prozent leicht nach oben. Investor Carl Icahn hat sein Engagement bei dem Technologie-Konzern um 500 Millionen Dollar aufgestockt und will weiter auf verstärkte Aktienrückkäufe drängen. Nach Angaben von Icahn ist er nun mit 3 Milliarden Dollar in Apple engagiert. Die erneuten Forderungen von Icahn kommen nur wenige Tage vor der Veröffentlichung der Apple-Geschäftszahlen am kommenden Montag.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen