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Immer alles im Auge behalten ...
Immer alles im Auge behalten ...(Foto: picture alliance / dpa)

"Veterans Day" und Fiskalklippe: Wall Street sucht die Form

Mit einem Plus - aber auf ganz niedrigem Niveau - startet die Wall Street in die neue Handelswoche. Aber am Ende des ersten Handelstages steht wieder das Minus. Das allesbeherrschende Thema bleibt das Haushaltsdefizit. Daran können auch einige Milliardenübernahmen nicht rütteln.

Die US-Börsen sind mit einer Berg- und Talfahrt in die neue Woche gestartet. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die führenden Indizes zwischenzeitlich ins Minus, ehe sie nach erneuten Gewinnen praktisch unverändert aus dem Handel gingen. Ermutigende Konjunkturdaten ließen die Anleger in New York auf ein Ende der Konjunkturabkühlung in China hoffen.

Andererseits fürchteten Börsianer weiterhin, dass die ohne einen Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten zum Jahreswechsel automatisch einsetzenden Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen die US-Wirtschaft wieder in die Rezession stürzen könnten. Mit dieser drohenden "Fiskalklippe" begründete Barclays auch die Absenkung seines Jahresziels für den S&P-500 auf nur noch 1325 Punkte. Das Handelsaufkommen blieb wegen eines Feiertags gering. Wegen des "Veterans Day" blieben die Anleihemärkte und Behörden geschlossen.

Chart

Nach den herben Verlusten der Vorwoche bewegte sich keiner der wichtigsten Indizes vom Fleck. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss bei 12.815 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 12.783 und 12.861 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1380 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit 2904 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt schloss der Dax mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 7168 Punkten. Auch hier hielten sich die Anleger im Bann der Schuldenkrisen in der Euro-Zone und den USA zurück.

Sollte der Kongress keinen Kompromiss im Haushaltsstreit finden, wäre dies für die US-Wirtschaft verheerend, warnte Börsenexperte Oliver Pursche von Gary Goldberg Financial Services. "Deswegen kann man auch kaum davon sprechen, dass die Marktreaktion der vergangenen Woche überzogen war." Mit einem Minus von 2,4 Prozent verbuchte der S&P-500 die schwächste Woche seit Juni.

Apple und die Übernahmen

Auf Unternehmensseite stand wieder einmal Apple im Mittelpunkt. Der iPhone-Hersteller hatte am Wochenende einen Patentstreit mit dem taiwanischen Rivalen HTC beigelegt. Das Papier schloss nach einem Auf und Ab im Handelsverlauf mit einem Minus von 0,8 Prozent.

Auch Übernahmenpläne trieben einige Kurse an. Precision Castparts bot 2,9 Mrd. Dollar für die Übernahme von Titanium Metals. Leucadia National stimmte dem Kauf der Investmentbank Jefferies für 3,6 Mrd. Dollar zu. Das gab den Aktien Auftrieb: Die Titel von Titanium sprangen mehr als 40 Prozent nach oben, Jefferies-Papiere kletterten mehr als 14 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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