Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Boeing, Apple, S&P 500: Wall Street sucht die Richtung

Weder die gute Investitionsstimmung in den USA, noch ein Plus bei Caterpillar nach Zahlen bringen den Markt nach vorn. Während Standardwerte nicht gefragt sind, drängt sich der ein oder andere Techie wieder in den Vordergrund.

Die Börsen in den USA sind verhalten in die neue Woche gestartet. In New York verebbte nach rund vier Wochen am Montag die Rally beim breiter gefassten S&P-500-Index. Daran konnten positive US-Konjunkturdaten zunächst ebenso nichts ändern wie der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar, der mit seiner Bilanz Befürchtungen vor einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung in China dämpfte.

Der Dow-Jones der 30 Standardwerte gab 0,1 Prozent auf 13.881 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 1500 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 3154 Punkte. In Frankfurt hatte der Dax 0,3 Prozent leichter geschlossen bei 7833 Punkten.

Die US-Industrie hatte im Dezember überraschend viele Aufträge an Land gezogen. Die Bestellungen für dauerhafte Güter wie Maschinen und Fahrzeuge zogen laut Handelsministerium um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat an.

Besonders gefragt waren Aktien von Caterpillar mit einem Aufschlag von fast 2 Prozent. Zwar brach der Überschuss im 4. Quartal 2012 um 55 Prozent ein. Investoren fokussierten sich aber auf die positiven Aspekte und sahen Anzeichen für eine günstigere Entwicklung in China.

Schnäppchenjäger griffen bei Apple zu. Die Papiere legten 2,3 Prozent auf 449,8 Dollar zu, nachdem der iPhone- und iPad-Hersteller an den jüngsten zwei Handelstagen mehr als 14 Prozent verloren hatte. Analyst Richard Ross von Auerbach Grayson bezweifelte jedoch den Sinn eines Einstiegs zu diesem Zeitpunkt. "Wenn ich nicht gerade Händler wäre, würde ich jetzt abwarten. Es dürfte nicht unbedingt beste Zeitpunkt sein."

Die Boeing-Aktie ging mit einem Minus von 1,4 Prozent aus dem Handel. Bloomberg hatte berichtet, der Flugzeughersteller könnte durch das Startverbot für den "Dreamliner" rund 5 Mrd. Dollar an Umsatz verlieren.

Mit Zuversicht blickten Anleger auf die Bilanz des Spieleentwicklers Zynga. Die Aktie schoss 14 Prozent nach oben. Auf dem Parkett wuchs die Hoffnung auf solide Zahlen des Entwicklers von "Farmville" und "Mafia Wars" in der kommenden Woche.

Quelle: n-tv.de

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