Wirtschaft
Wo geht die Reise hin? Wall Street schließt uneinheitlich.
Wo geht die Reise hin? Wall Street schließt uneinheitlich.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Banken ballern los, Boeing im Sinkflug: Wall Street uneinheitlich

An der Wall Street können sich die großen Indizes nicht zu einer gemeinsamen Richtung durchringen. Zwar bremsen neue Probleme bei Boeing, für Optimismus sorgen aber die Quartalsbilanzen der Großbanken. Zudem legen Apple-Aktien wieder zu.

Die US-Börsen haben am Mittwoch wenig verändert geschlossen. Auf der einen Seite drückten eher magere Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft und Kurseinbußen bei Boeing nach einer weiteren Notlandung eines "Dreamliner" die Stimmung. Andererseits legten Banken-Aktien nach den Quartalszahlen von Goldman Sachs und JP Morgan zu. Zudem beendeten die Papiere von Apple ihre tagelange Durststrecke und zogen die Tech-Börse Nasdaq mit.

Der Dow-Jones-Index  der Standardwerte gab 0,2 Prozent nach auf 13.511 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 schloss unverändert zum Vortag mit 1472 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg indes um 0,2 Prozent auf 3117 Stellen. Der Dax hatte in Frankfurt 0,2 Prozent geschlossen, aber mit 7691 Punkten unter der 7700er Marke.

Enttäuscht reagierten Börsianer auf den halbjährlichen Weltbank-Ausblick. Dieser geht nur noch von einem Plus der globalen Wirtschaftsleistung von 2,4 Prozent aus. Das wäre nur ein Tick mehr als im Krisenjahr 2012.    

Im Blickpunkt standen die Bilanzen der Finanzkonzerne. Sowohl Goldman Sachs als auch JP Morgan steigerten ihren Gewinn deutlich. Aktien des Branchenprimus JP Morgan rückten 1 Prozent vor, Papiere von Goldman 4,1 Prozent. JP Morgan hatte dank einer höheren Kreditvergabe für Hauskäufe den Gewinn im 4. Quartal um 53 Prozent steigern können. Goldman verdreifachte den Gewinn auf 2,8 Mrd. Dollar. Hierzu trug die Erholung an den Aktien- und Anleihemärkten ebenso bei wie höhere Einnahmen im Beratungsgeschäft sowie ein Rückgang der Personalkosten.

Hoffnungszeichen gab es aber auch von den US-Unternehmen, die ihre Produktion im Dezember erneut nach oben gefahren haben. Der Ausstoß legte wie erwartet um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Im November hatte es sogar ein Plus von 1,0 Prozent gegeben. Besonders die Hersteller von Fahrzeugen steigerten diesmal ihre Produktion.

Eine weitere Notlandung erschütterte das Vertrauen in den Boeing -Prestigeflieger "Dreamliner". Japan zog am Mittwoch nach der "höchst ernsthaften" Eskalation der Pannenserie beim 787 die Hälfte der bislang weltweit ausgelieferten Maschinen aus dem Verkehr. Die Boeing-Aktie verlor 3,4 Prozent.

Nach drei Tagen mit Abschlägen legten Apple-Aktien  diesmal 4,2 Prozent zu. Zuletzt hatten Spekulationen auf den Kurs gedrückt, das iPhone 5 verkaufe sich doch nicht so gut wie zunächst gedacht.

Dell-Aktien gaben indes nach den kräftigen Zuwächsen der Vortage 3,4 Prozent nach. Der PC-Hersteller erwägt offenbar einen Verkauf an Investoren und den Rückzug von der Börse. Allerdings ist fraglich, ob eine Finanzierung des Vorhabens gelingt. Dell ist an der Börse etwa 20 Milliarden Dollar wert.

Quelle: n-tv.de

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