Wirtschaft
Der Yen setzt seinen Abwärtstrend fort.
Der Yen setzt seinen Abwärtstrend fort.(Foto: picture alliance / dpa)

Euro behauptet sich : Yen auf absteigendem Ast

Die anstehende Lockerung der japanischen Geldpolitik lässt den Kurs des Yen weiter fallen. An den Devisenmärkten ist auch der US-Haushaltsstreit ein bestimmendes Thema.

Der Kurs des Euro hat sich weiter stabil über der Marke von 1,32 US-Dollar gehalten und lag am Morgen bei 1,3245 Dollar nach 1,3234 Dollar in New Yorker Schlussgeschäft vom Donnerstag.

Zum Yen setzte die Gemeinschaftswährung ihren Aufwärtstrend fort und notierte auf einem neuen 17-Monats-Hoch von 114,68 Yen. Der Dollar kletterte auf 86,63 Yen - den höchsten Stand seit August 2010.

Vor allem die Aussicht auf eine weitere deutliche Lockerung der Geldpolitik unter dem neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe hat den Yen zuletzt belastet. Seit Jahresanfang hat der Dollar gut zwölf Prozent zur japanischen Währung gewonnen. Die Talfahrt des Yen dürfte sich nach Einschätzung von Analysten der US-Bank JP Morgan Chase im kommenden Jahr fortsetzen. Die Analysten sehen den US-Dollar 2013 bis auf 90 Yen ansteigen.

Für Zurückhaltung an den Devisenmärkten sorgte der andauernde US-Haushaltsstreit. Sollten Demokraten und Republikaner bis zum 31. Dezember keinen Kompromiss finden, treten im Januar automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Diese sogenannte Fiskalklippe schreckt die Finanzmärkte, weil sie die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnte.

Im US-Haushaltsstreit gebe es wieder etwas Hoffnung auf eine Einigung in letzter Minute, hieß es von Händlern. Präsident Barack Obama will nach Informationen der "New York Times" nochmals einen Versuch unternehmen, um mit den Republikanern einen Kompromiss vor Jahresende zu finden. Er plane, noch an diesem Freitag führende Kongresspolitiker ins Weiße Haus einzuladen. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass Regierung und Opposition tatsächlich aufeinander zugehen, und die Anleger würden vorerst abwarten, hieß es weiter.

Quelle: n-tv.de

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