Wirtschaft
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Neues Inflationsziel in Japan?: Yen dreht auf

Bei den Devisenhändlern rückt der japanische Yen zum Wochenauftakt in den Vordergrund. Dafür verantwortlich ist eine mögliche Verdopplung des Inflationsziels. Zudem sehen Marktbeobachter Erholungspotenzial, nachdem die Währung jüngst auf ein Zweieinhalbmonatstief gefallen war.

In Erwartung einer drastischen Lockerung der japanischen Geldpolitik haben Anleger am Montag erneut Yen verkauft. Die japanische Währung fiel kurzzeitig auf ein neues Zweieinhalb-Jahres-Tief.

Investoren rechnen fest damit, dass die Bank von Japan (BoJ) am Dienstag ein Inflationsziel von zwei Prozent ausgeben wird und so lange japanische Staatsanleihen aufkauft, bis sie dies erreicht hat. "Dass die BoJ mehr macht, als der Markt erwartet, ist unwahrscheinlich", warnte Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. "Es droht vielmehr eine Enttäuschung." Sein Kollege Minori Uchida von der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ sagte nach einem kurzzeitigen Anstieg des Dollar auf 91 Yen einen Rückfall auf 80 bis 85 Yen voraus.

Ein Dollar verteuerte sich am Montag zunächst auf bis zu 90,25 Yen. Gewinnmitnahmen drückten die US-Währung im frühen europäischen Handel aber bis auf 89,34 Yen zurück.

Der Euro konnte seine Anfangsgewinne ebenfalls nicht halten und verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 119,12 Yen. Zum Dollar veränderte sich die Gemeinschaftswährung dagegen kaum. Am Mittag kostet ein Euro 1,3312 US-Dollar. Händler nahmen offenbar kaum Notiz vom Wahlausgang in Niedersachsen, wo die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine herbe Niederlage kassierte und die Macht an eine von der SPD geführte Regierung abgeben muss.

Zum Schweizer Franken notierte der Euro auf 1,2405 Franken. Zum Franken tendierte der Dollar bei 0,9319 Franken.

Quelle: n-tv.de

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