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Merck will höheren Preis90 Euro pro Schering-Aktie

12.06.2006, 21:03 Uhr

Im Poker um die Schering-Übernahme durch Bayer will Konkurrent Merck angeblich einen höheren Preis für seinen Anteil an dem Berliner Pharmahersteller aushandeln.

Im Poker um die Schering-Übernahme durch Bayer will Konkurrent Merck angeblich einen höheren Preis für seinen Anteil an dem Berliner Pharmahersteller aushandeln. Das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise, Merck ziele dabei auf mehr als 90 Euro je Schering-Aktie.

Das Bayer-Angebot von 86 Euro je Aktie läuft mit dem 14. Juni aus und kann nicht verlängert werden. Schafft Bayer bis dahin die Marke von 75 Prozent nicht, ist die Offerte hinfällig. Bis Ende vergangener Woche kam der Leverkusener Konzern auf 61,5 Prozent.

Ließe sich Bayer auf die Preisvorstellungen der Darmstädter ein, wäre der Konzern laut Übernahmerecht gezwungen, allen Aktionären den höheren Preis zu zahlen. Der Gesamtpreis für Schering würde in diesem Fall wohl um rund 800 Millionen Euro auf deutlich mehr als 17 Milliarden Euro steigen.

Merck hatte selbst 77 Euro je Schering-Aktie geboten. Nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX aus Branchenkreisen strebt Merck einen Anteil von mehr als 25 Prozent an Schering an.

Das "Handelsblatt" schreibt unter Berufung auf Konzernkreise, Bayer habe inzwischen telefonisch Kontakt mit Merck aufgenommen, bisher aber noch keine Bereitschaft zu Zugeständnissen signalisiert. Über die Motive von Merck wird viel spekuliert, das Unternehmen selbst hüllt sich bisher in Schweigen.