Ein Drittel gefährdetAgentursterben bei Allianz
Der Sparkurs der Konzernführung trifft beim Allianz-Konzern jetzt die niedergelassenen Agenturen. Die Zahl der Kündigungen habe in den letzten Wochen deutlich zugenommen. Ein Drittel der Vertretungen haben wirtschaftliche Schwierigkeiten.
Beim Allianz-Konzern steht einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge offenbar ein Drittel der Versicherungsagenturen vor dem Aus. Die Zahl der Kündigungen bei den 10.000 niedergelassenen Agenturen nehme deutlich zu, zitierte das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe einen Manager: "Rund ein Drittel der Agenturen haben ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten, in manchen Gegenden Deutschlands sind es deutlich mehr." Wegen hoher Schulden bei der Einrichtung der Agenturen, verschärften Wettbewerbs, mangelnder Qualifikation der Vertreter und rigider Vorgaben der Allianz werde die Situation der Agenturen immer schwieriger.
Nach Informationen aus dem Unternehmen hätten im vergangenen Jahr allein in Bayern rund 15 Prozent der Agenturen ihren Vertrag mit der Allianz gekündigt, berichtete das Magazin weiter. Das Unternehmen wollte diese Zahl gegenüber der "Wirtschaftswoche" nicht kommentieren. Bundesweit sei "die Fluktuationsquote seit zehn Jahren stabil".