Allianz macht ErnstAuch bei Dresdner fallen Jobs
Der Umbau des Versicherungskonzerns Allianz wird in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge mehrere tausend Stellen kosten.
Der Umbau des Versicherungskonzerns Allianz wird in Deutschland einem Zeitungsbericht zufolge mehrere tausend Stellen kosten.
Die Allianz werde zudem eine bis zwei der sechs regionalen Verwaltungen streichen, meldete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ohne nähere Nennung von Quellen. Mindestens 1000 Stellen stünden außerdem bei der Tochter Dresdner Bank zur Disposition. Erst im Mai hatte die Konzernspitze die Banktochter zu vermehrten Anstrengungen aufgefordert, um die Rendite zu steigern.
Die Allianz will die Umbaumaßnahmen des Deutschlandgeschäfts in der kommenden Woche bekannt geben. "Und dann beginnt das Heulen", zitiert die Zeitung einen nicht näher genannten Manager des Versicherers. Die Allianz war laut Reuters zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Am Rand der Hauptversammlung Anfang Mai hatten Beschäftigte gegen die Zusammenführung der drei deutschen Versicherer der Allianz demonstriert. Betriebsräte fürchten, dass ein Fünftel der 40.000 Stellen bedroht ist. Die Gewerkschaft Verdi forderte einen Verzicht auf Entlassungen bis 2012, die Allianz sagt dies nur bis 2007, unter Bedingungen bis 2010 zu.
Allianz-Chef Michael Diekmann hatte die Umstrukturierung im Inland trotz hoher Gewinne damit begründet, noch sei die Allianz in einer Position der Marktführerschaft und dürfe nicht zaudern. Wie viele Stellen durch die Zusammenführung der Versicherer der Sparten Leben, Sach und Kranken in Deutschland wegfallen, hatte er bislang stets offen gelassen.