Extra-Stopp ohne FolgenBahn gibt ICE wieder frei
Der unplanmäßige Stopp eines ICE-Zuges bei Eisenach in Thüringen wird keine weiteren Untersuchungen an den Bremssystemen nach sich ziehen. Das Heißläufer-Ortungsgerät habe "wunderbar funktioniert", erklärt ein Bahn-Sprecher.
Der unplanmäßige Stopp eines ICE-Zuges bei Eisenach in Thüringen am Freitag wird keine weiteren Untersuchungen an den Bremssystemen nach sich ziehen. "Die Bremsen waren ein bisschen warm gelaufen. Das kann immer mal vorkommen, besonders bei den hohen Sommertemperaturen, die wir hatten", sagte ein Bahnsprecher. Insgesamt habe das sogenannte Heißläufer-Ortungsgerät für die Bremsen "wunderbar funktioniert". Eine Gefahr für die Passagiere habe aber nicht bestanden.
Der betroffene Zug sei in die Werkstatt gebracht und untersucht worden, sagte er. Es sei aber kein Defekt entdeckt worden, fügte der Sprecher hinzu. Der Zug solle am Sonntag bereits wieder eingesetzt werden.
Der ICE mit Neigetechnik war am Freitag auf dem Weg von Dresden nach Frankfurt/Main im Bahnhof Eisenach angehalten worden. Bei einer ersten Untersuchung wurde jedoch kein Defekt an den Bremsen festgestellt. Der betreffende Zugteil wurde daraufhin sicherheitshalber abgekoppelt, die Reisenden konnten nach dem Umsteigen in den zweiten Zugteil die Fahrt fortsetzen.
Glimpflicher Achsbruch
Am 9. Juli war im Kölner Hauptbahnhof ein ICE wegen einer defekten Radsatzwelle entgleist. Nach dem Kölner Unglück waren alle 61 ICE-3 Züge untersucht und keine weiteren Fehler gefunden worden. Vom Typ ICE-T mit Neigetechnik hat die Bahn nach Angaben auf ihrer Internetseite 71 Züge.