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Sicherheitsmängel am ICE 3Bahn weist Berichte zurück

14.08.2008, 19:36 Uhr

Die Deutsche Bahn hat Berichte über Sicherheitsmängel bei den ICE-Zügen der neuesten Generation zurückgewiesen. Auslöser der Spekulationen über die Sicherheit der neuesten ICE war ein Unfall vor gut einem Monat.

Die Deutsche Bahn hat Berichte über Sicherheitsmängel bei den ICE-Zügen der neuesten Generation zurückgewiesen. "Bahnindustrie, Radsatzhersteller und die Deutsche Bahn als Zugbetreiber gehen von einer uneingeschränkten Sicherheit der ICE-Flotte aus", erklärte Bahn-Vorstand Karl-Friedrich Rausch. Das ARD-Magazin "Monitor" und "Spiegel Online" berichteten dagegen, es gebe Probleme mit der langfristigen Stabilität der ICE-Achsen. In mehreren Schreiben an das Eisenbahnbundesamt räume die Bahn Bedenken mit Blick auf die "Dauerfestigkeit" der Radwellen ein.

Auslöser der Spekulationen über die Sicherheit der neuesten ICE war ein Unfall vor gut einem Monat, bei dem ein ICE der dritten Generation nahe dem Kölner Hauptbahnhof wegen eines Achsbruchs entgleist war. Die Bahn schickte die Züge daraufhin zur Überprüfung der Achsen in die Werkstatt.

Eine Frage des Prinzips

"Im Prinzip dürfte man solche Achsen nicht einbauen, im Prinzip dürften diese Züge nicht freigegeben werden", sagte der frühere Vizepräsident des Fraunhofer-Institutes für Betriebsfestigkeit, Vatroslav Grubisic, dem Magazin "Monitor". Die Achsen erfüllten nicht die europäischen Normen. Dem Bericht zufolge sind 17 Züge der dritten ICE-Generation betroffen.

Als Gegenmaßnahme habe die Bahn angekündigt, einen Teil der Toiletten in den Zügen zu schließen, um die Wasserlast auf den betroffenen Achsen zu reduzieren, berichteten "Monitor" und "Spiegel Online". Außerdem könne die Wirbelstrombremse, die bei besonders hohen Geschwindigkeiten eingesetzt wird, in den betroffenen Waggons abgeschaltet werden. Darüber hinaus sollten die Wartungsintervalle für die 17 Züge verkürzt werden. Das Eisenbahnbundesamt sei mit diesen Lösungsvorschlägen vorerst zufrieden, ein abschließender Bescheid stehe aber noch aus.

Die Bahn dagegen betonte am Donnerstag erneut, dass es sich bei dem Achsbruch in Köln um einen Einzelfall handle. Die Achsen seien gemäß europäischen Normen hergestellt und auch bei Hochgeschwindigkeit sicher. Dies sei durch viele Tests belegt. Außerdem seien bei einer Laufleistung von insgesamt drei Milliarden Kilometern im Rahmen der regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen keine Anzeichen für Rissbildungen festgestellt worden.