Verdi droht AllianzBei Jobabbau Arbeitskampf
Angesichts des offenbar drohenden Abbaus tausender Stellen bei der Allianz hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dem Münchener Finanzkonzern mit Arbeitskampf gedroht.
Angesichts des offenbar drohenden Abbaus tausender Stellen bei der Allianz hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dem Münchener Finanzkonzern mit Arbeitskampf gedroht.
"Wir fordern von der Allianz klare Regelungen, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2012 ausschließen", bekräftigte Verdi-Bundesvorstand Uwe Foullong in einem Interview mit der "Netzeitung". "Geschieht dies nicht, ist ein Arbeitskampf unausweichlich." Der Abbau tausender Stellen vertrage sich nicht mit den Milliardengewinnen der Allianz. Der Konzern betreibe eine "absolut brutale" Personalpolitik.
Am Donnerstag will sich die Allianz zum Umfang des Stellenabbaus äußern. Bereits im Vorfeld berichteten Zeitungen, alleine bei der Tochter Dresdner Bank sollten über 2.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. 2006 plant das Münchener Unternehmen, dessen Geschäfte so gut wie seit langem nicht mehr laufen, mit einem Rekordgewinn von rund 4,9 (Vorjahr 4,38) Mrd. Euro.
Foullong wies darauf hin, dass die Allianz offenbar Kommunikationspannen wie bei der Deutschen Bank 2005 vermeiden will und deshalb die Zahlen zum Stellenabbau von der Bekanntgabe des Jahresergebnisses abgekoppelt hat. Das Management habe einen günstigen Zeitpunkt gesucht, sagte er. "Derzeit beschäftigt sich ja ganz Deutschland mit der WM oder mit dem Sommerurlaub."