Handy-Produktion vor VerkaufBenQ hebt sich Bruch
Der taiwanesische Elektrokonzern verhandelt bereits seit zwei Monaten mit der taiwanesischen Foxconn und der US-Firma Jabil über einen Verkauf seiner Handy-Produktion. Das berichtet das "Manager Magazin". BenQ hatte die Mobilfunk-Sparte erst 2005 von Siemens übernommen.
Der taiwanesische Elektrokonzern BenQ plant einem Magazinbericht zufolge die Auslagerung seiner Handy-Produktion. Der Konzern, der im vergangenen Jahr die Mobiltelefon-Sparte von Siemens übernommen hatte, verhandelt bereits seit zwei Monaten mit der taiwanesischen Foxconn und der US-Firma Jabil über einen Verkauf der Fertigungsstätten.
Das berichtet das "Manager Magazin" vorab unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Weder BenQ Mobile noch die Konzernzentrale in Taiwan wollten zu dem Bericht Stellung nehmen.
BenQ Mobile leidet seit der Übernahme der Siemens-Sparte unter drastischen Marktanteilsverlusten und musste kürzlich einräumen, die Gewinnschwelle deutlich später als geplant zu erreichen. Ursprünglich hatte das Unternehmen angepeilt, gegen Jahresende schwarze Zahlen zu schreiben. Nun rechnet die Firma erst ab Mitte 2007 mit Gewinnen. Der Marktanteil habe sich inzwischen bei etwa drei Prozent stabilisiert, sagte ein BenQ-Sprecher am Mittwoch.
BenQ Mobile verfolgt in Deutschland einen rigiden Sparkurs. Firmenchef Clemens Joos baut gut 500 Jobs ab. In den zwei nordrhein-westfälischen Werken müssen knapp 2.000 Mitarbeiter noch mindestens bis zum Jahresende ohne Gehaltsausgleich länger arbeiten. Die Zukunft der Produktion BenQ-Mobilfunkapparaten in Deutschland gilt als stark gefährdet.