Bieterrennen um ProSiebenBerlusconi-Gruppe ist raus
Der italienische Medienkonzern Mediaset von Italiens Ex-Ministerpräsident Berlusconi ist im Bieterwettbewerb um die deutschen Sendergruppe ProSiebenSat.1 aus dem Rennen. Die Italiener seien aus der Liste der Bieter ausgeschlossen worden, teilte Mediaset mit. Der Konzern hatte erst am Dienstag bekannt gegeben, ein unverbindliches Angebot für ProSiebenSat.1 abgeben zu wollen.
Der größte italienische Medienkonzern Mediaset von Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist im Bieterwettbewerb um die deutschen Sendergruppe ProSiebenSat.1 aus dem Rennen. Die Italiener seien aus der Liste der Bieter ausgeschlossen worden, teilte Mediaset mit.
Mediaset hatte erst am Dienstag bekannt gegeben, ein unverbindliches Angebot für ProSiebenSat.1 abgeben zu wollen. Der größte deutsche TV-Konzern ist bisher mehrheitlich im Besitz einer Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban. Mehrere weitere Interessenten bemühen sich um den Kauf.
Mediaset sorgte für Wirbel
Der mögliche Einstieg des Berlusconi-Konzerns bei ProSiebenSat.1 hatte für Aufregung in der deutschen Medienlandschaft gesorgt. So sprach sich der Deutsche Journalistenverband (DJV) vehement gegen Mediaset aus. "Berlusconi unterdrückt in seinen Medien kritischen und unabhängigen Journalismus", erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Es sei zu befürchten, dass Mediaset ausschließlich an Gewinnmaximierung interessiert sei.
"Berlusconi wäre alles andere als eine Bereicherung für Deutschland, weder politisch noch kulturell", zitierte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" den WDR-Intendanten Fritz Pleitgen. Da hätte man da lieber Springer-Chef Matthias Döpfner eine Chance geben sollen.
Döpfner selbst zeigte sich sportlich. Er habe grundsätzlich nichts gegen ein Investment ausländischer Investoren, sondern begrüße solche Investments, sagte der Springer-Chef, ohne den Namen Berlusconi zu erwähnen.