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Mittwoch, 11. März 2009

Arbeitskosten steigen: Beschäftigte werden teurer

Eine Stunde Arbeit hat in Deutschland im vergangenen Jahr im Schnitt 2,3 Prozent mehr gekostet als noch 2007. Das war der größte Anstieg seit 2001, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Besonders deutlich stiegen die Kosten demnach zu Jahresende: Im vierten Quartal mussten die deutschen Arbeitgeber in der Industrie und im gesamten Dienstleistungsbereich 3,9 Prozent mehr je Arbeitsstunde bezahlen als ein Jahr zuvor. Das ist der höchste Anstieg für ein Quartal innerhalb eines Jahres seit Beginn des Arbeitskostenindex 1997.

Die Kosten je Arbeitsstunde stiegen im vierten Quartal in der Industrie mit einem Plus von 6,7 Prozent besonders deutlich. Teurer machten die Arbeit dem Statistischen Bundesamt zufolge dabei nicht nur die bereits im Laufe des Jahres vereinbarten Tariferhöhungen, vielmehr machte sich auch hier die Wirtschaftskrise bemerkbar: Aufgrund der sinkenden Auslastung sank die Zahl der Arbeitsstunden.

Die Unternehmen setzten besonders auf eine Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit und gewährten verstärkt Urlaub. Im Verhältnis zu der Zahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden wurde der Faktor Arbeit daher besonders teuer. Ohne diesen Sondereffekt wären die Kosten für eine Stunde Arbeit in der Industrie und in den Dienstleistungen demnach nur um 2,6 Prozent gestiegen.

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