Alltours wehrt sichBilligticket-Kauf in großem Stil
Der Reiseveranstalter Alltours kauft im großen Stil Tickets von Billigfliegern auf. Man sehe nicht ein, dass man deren Dumpingpreise subventioniere, so Alltours-Chef Verhuven. Die Fluggesellschaften verkaufen Einweg-Tickets für 29 Euro, verlangen aber von Großabnehmern einen viel höheren Preis.
Der viertgrößte deutsche Reiseveranstalter Alltours kauft im großen Stil Tickets von Billigfliegern auf. "Ich sehe nicht ein, dass wir deren Dumpingpreise subventionieren", sagte Alltours-Chef Willi Verhuven der "Berliner Zeitung". Die Fluggesellschaften verkauften Einweg-Tickets für 29 Euro, verlangten aber von Großabnehmern einen wesentlich höheren Preis.
"Wir kaufen den Airlines im großen Stil diese Einzel-Billigflüge weg. Die nehmen wir dann für unsere Urlaubsreisen, schließlich nutzen wir ja meist die gleichen Maschinen", sagte Verhuven. Den Preisvorteil gebe man den Kunden weiter. Das habe Alltours seinen Flugpartnern wie Air Berlin, Condor oder Hapagfly, die im Einzelplatzgeschäft als Low-Cost-Carrier agieren, zu verstehen gegeben. Alltours werde diese Praxis solange fortsetzen, bis die Gesellschaften ihre Flüge zu realen Preisen verkauften.
Verhuven kündigte außerdem an, dass Alltours die Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr nicht an die Kunden weitergeben werde. Dieser untere einstellige Millionenbetrag solle an anderer Stelle eingespart werden.