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20.000 Jobs bedrohtDollar belastet Autobau

22.03.2008, 15:23 Uhr

Die Folgen der Dollar-Schwäche treffen die deutsche Automobilindustrie härter als bislang bekannt. Angesichts ungünstiger Wechselkurse und hoher Einfuhrzölle verlagern Autobauer die Produktion zunehmend ins Ausland. In Deutschland sind einer aktuellen Studie zufolge bis zu 20.000 Arbeitsplätze bedroht.

In der deutschen Autoindustrie droht einer Studie zufolge in den kommenden fünf Jahren der Verlust von bis zu 20.000 Arbeitsplätzen. "Im Produktionsbereich werden bei den Autobauern nach unserer Einschätzung bis 2013 zwischen 15.000 und 20.000 Arbeitsplätze entfallen", schreibt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer in einer Studie, die der "Welt am Sonntag" vorliegt.

Das Wachstum der deutschen Autobauer gehe nach 2009 an Deutschland vorbei. Die Kapazitäten im Inland müssten um 370.000 Autos abgebaut werden - das entspreche einer kompletten Autofabrik.

Dudenhöffer begründete seine Prognose damit, dass künftig ein größerer Teil der Autos als bisher lokal in den Märkten Russland und USA gebaut werde. Derzeit wird die Nachfrage in Russland und den USA zumeist durch Exporte aus Europa abgedeckt.

Angesichts des schwachen Dollar und der hohen Einfuhrzölle in Russland belastet dies die Gewinnspanne der Hersteller erheblich. "Der Dollarkurs beschleunigt daher den Kapazitätsaufbau in den USA", sagt Dudenhöffer.

Derzeit verkauften deutsche Hersteller in den USA im Jahr 903.000 Autos, produzierten dort aber nur 670.000 Stück. Bis 2013 werde dieser Netto-Export-Effekt von heute 233.000 Fahrzeugen auf 100.000 sinken, erwartet Dudenhöffer.