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Montag, 12. Juni 2006

Bayer gegen Merck: Einstweilige Verfügung

Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer prüft nach einem Zeitungsbericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Merck KGaA.

Auf diese Weise wollten die Leverkusener versuchen, Merck bei seinen Schering-Aktienkäufen zu stoppen, berichtete das "Handelsblatt" am Montag unter Berufung auf Konzernkreise. Merck habe nicht wie vom US-Recht gefordert klar gemacht, mit welchem Ziel die Darmstädter ihren Schering-Anteil erhöht haben. Schering ist auch an der US-Börse notiert. Bei Bayer war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Die im Bieterwettstreit um Schering unterlegene Merck versucht offenbar, mit massiven Aktienkäufen die geplante Übernahme der Berliner durch Bayer zu torpedieren. Merck fehlen wenige Tage vor Ablauf der Bayer-Offerte nur noch etwas mehr als sechs Prozent der Schering-Anteile, um den größten Zukauf in der Bayer-Firmengeschichte vereiteln zu können. Merck hat seine Schering-Beteiligung auf 18,6 Prozent aufgestockt. Bis Mittwoch muss sich Bayer 75 Prozent der Schering-Anteile gesichert haben, damit die Übernahme zu Stande kommt.

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