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Montag, 04. August 2008

Dreistelliger Millionenbetrag: Fortis muss abschreiben

Der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis hat wegen hoher Abschreibungen einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Mit den Zahlen zum zweiten Quartal übertraf das Unternehmen dennoch die Erwartungen der Analysten.

Das Nettoergebnis sank im zweiten Quartal um die Hälfte auf 830 Mio. Euro, teilte Fortis mit. Branchenexperten hatten im Schnitt mit 754 Mio. Euro gerechnet. Die im Zuge der Kreditkrise verbuchten Abschreibungen summierten sich auf 362 Mio. Euro. Für das gesamte erste Halbjahr wies Fortis einen Gewinn von 1,6 Mrd. Euro aus nach 2,8 Mrd. im Vorjahreszeitraum.

"Die Turbulenzen am Kreditmarkt haben weiterhin Einfluss auf Fortis", erklärte Herman Verwilst, der den Chefposten bei Fortis kommissarisch innehält. Er war auf Jean-Paul Votron gefolgt, der wegen der lange geheimgehaltenen Geldnot des Unternehmens in der Kritik stand.

Kurssturz ausgelöst

Fortis hatte Ende Juni völlig überraschend angekündigt, seine angeschlagenen Finanzen mit einer Kapitalerhöhung und Dividendenkürzungen um mehr als acht Milliarden Euro aufzubessern, um die von der Finanzkrise aufgerissenen Löcher zu stopfen. Die Aktien fielen am Tag der Ankündigung um fast 20 Prozent. Das Institut braucht auch Geld, weil es für 24 Mrd. Euro Teile des ehemaligen Rivalen ABN Amro gekauft hat und diese nun integrieren muss.

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