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Keine gemeinsame SacheGDL schaltet auf stur

06.03.2008, 07:19 Uhr

Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA jetzt wieder selber für die Lokführer verhandeln. Die GDL lehnt das ab. GDL-Vize Weselsky verweist darauf, dass bei den Konkurrentinnen nur zehn Prozent der Lokführer organisiert sind.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat Pläne ihrer Konkurrentinnen Transnet und GDBA für Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über einen eigenen Tarifvertrag zurückgewiesen. "Es ist schon lustig, wenn die Gewerkschaften, die nur zehn Prozent der Lokführer organisieren, für sich den Anspruch erheben, für alle Tarifverhandlungen zu führen", sagte GDL-Vizechef Claus Weselsky der "Berliner Zeitung".

In dem wieder ausgebrochenen Tarifstreit gab es der Zeitung "Bild" zufolge unterdessen erste Gespräche zwischen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und der GDL. Der Vorstand der Bahn sei zu den vertraulichen Gesprächen weder eingeladen noch darüber informiert worden, meldet das Blatt.

Die GDL hat mit einem unbefristeten Streik ab Montag im Personen- und Güterverkehr gedroht. Zuvor waren die Verhandlungen über einen Grundlagentarifvertrag zwischen Bahn und Gewerkschaft gescheitert. Die Lokführervereinigung warf dem Konzern vor, mit dem Abkommen die Eigenständigkeit ihres neuen Tarifvertrages ad absurdum führen zu wollen.