Dresdner Bank hilft mitGeldspritze für Ambac
Der Rettungsplan für den weltweit zweitgrößten Anleiheversicherer Ambac hält die Märkte in Atem. Welche Maßnahmen die Branche zur Rettung der angeschlagenen Monoliner ergreift, verfolgen dabei nicht nur die Händler an der Wall Street sehr genau. Auch die Dresdner Bank will sich nach eigenen Angaben an der dringend benötigten Kapitalspritze beteiligen.
An der geplanten Rettungsaktion für den weltweit zweitgrößten Anleiheversicherer Ambac will sich auch die Dresdner Bank finanziell beteiligen. Der krisengeschüttelte Spezialversicherer steht laut US-Medien unmittelbar vor seiner Aufspaltung und einer dringend benötigten Kapitalspritze in Milliardenhöhe. Die Allianz-Tochter Dresdner Bank erwäge eine Beteiligung in Höhe einer niedrigen zweistelligen Millionen-Summe, sagte Investmentbanking-Chef Stefan Jentzsch.
An der Börse ließen die Aussichten auf Hilfe den Aktienkurs von Ambac erneut steigen. Zum Handelsauftakt kletterte das Papier um knapp drei Prozent auf rund 11,00 US-Dollar. Bereits am Freitag war die Aktie wegen entsprechender Gerüchte um mehr als 15 Prozent gestiegen.
Die Anleiheversicherer sind durch die Kreditkrise massiv in Not. Behörden, Banken und die Branche arbeiten an Plänen, um einen Ausfall der für die weltweiten Finanzmärkte wichtigen Spezialanbieter zu verhindern. Die Branche versichert Anleihen (Bonds) im Wert von rund 2,5 Billionen US-Dollar, was einer Summe von 1,7 Billionen Euro entspricht.
Die Rettungsaktion für Ambac beginnt nach bisher unbestätigten Informationen möglicherweise erst Anfang kommende Woche. Bisher waren Beobachter davon ausgegangen, dass entsprechende Maßnahmen bereits am Montag oder Dienstag beschlossen werden.