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Klimawandel in der WirtschaftIfo-Index steht auf trübe

24.04.2008, 10:26 Uhr

Finanzkrise und Eurostärke haben der Stimmung in der deutschen Wirtschaft kräftig zugesetzt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel überraschend stark auf 102,4 Zähler. Ökonomen hatten mit einem Wert von 104,3 gerechnet.

Finanzkrise und Eurostärke haben der Stimmung in den deutschen Unternehmen im April kräftig zugesetzt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel überraschend stark auf 102,4 Zähler von 104,8 Punkten im März, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mit. Damit trübte sich die Stimmung erstmals seit Dezember wieder ein.

Beobachter hatten zuvor mit einem Rückgang auf 104,3 Punkte gerechnet. Nach dem Zwischenhoch zu Jahresanfang sprächen die Umfrageergebnisse nun dafür, dass es zu einer Verlangsamung der Konjunktur komme, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Etwas weniger Optimismus

In der Umfrage beurteilten die 7000 Unternehmen auch ihre Lage und ihre Geschäftsaussichten schlechter als im März: Der Index für die Lage fiel von 111,5 auf 108,4 Punkte. Volkswirte hatten mit einem leichten Rückgang auf 111,0 gerechnet.

Der Index für die Aussichten im kommenden halben Jahr fiel von 98,4 auf 96,8 Punkte. Die Analysten hatten hier 98,0 Punkte vorhergesagt. Vor allem im Einzel- und Großhandel habe sich die Stimmung deutlich eingetrübt, hieß es.

Zaghafte Experten

Nach dem unerwartet guten Start ins Jahr rechnen die meisten Experten damit, dass sich die Konjunktur im Frühjahr merklich abschwächt und im Laufe des Jahres weiter an Fahrt verliert.