Archiv

ProSieben-Springer-DealKartellrisiko bei Saban

28.11.2005, 07:27 Uhr

Bei einem Veto des Bundeskartellamtes gegen die Übernahme des Fernseh-Konzerns ProSiebenSat.1 müsste die Investorengruppe um Haim Saban ihre Anteile einem Bericht zufolge wieder zurücknehmen. Bis zum 8. Dezember haben Springer und ProSieben Zeit, die Bedenken des Kartellamts auszuräumen.

Bei einem Veto des Bundeskartellamtes gegen die Übernahme des Fernseh-Konzerns ProSiebenSat.1 müsste die Investorengruppe um Haim Saban ihre Anteile wieder zurücknehmen.

"Das Kartellrisiko liegt bei Saban und seinen Partnern. Das war Bedingung für den Kaufvertrag", berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kreise des ProSieben-Käufers Axel Springer. Bis zum 8. Dezember haben Springer und ProSieben Zeit, die Bedenken des Kartellamts auszuräumen und die Fusion doch noch genehmigt zu bekommen.

Heute trifft sich die Medienaufsicht KEK, die dem Kauf ebenfalls zustimmen muss, mit den Direktoren der betroffenen Landesmedienanstalten sowie mit Vertretern von ProSieben und Springer. Im Anschluss an die Gespräche will die Kommission in einer Erklärung über den Beratungsstand informieren.

Saban liegt sehr daran, dass der Deal zustande kommt. Denn sein vor zwei Jahren investiertes Kapital hätte sich mit dem Verkauf um einen Schlag auf 2,5 Mrd. Euro verdreifacht. Laut Handelsblatt hält sich Saban offen, ob er bei Scheitern des Verkaufs direkt einen neuen Interessenten für seine Anteile sucht oder ob er sie vorerst weiter hält.