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Riskante Geschäfte abtrennenMBIA fordert neue Regeln

22.02.2008, 10:00 Uhr

Der US-Anleiheversicherer MBIA hat einen Strategiewechsel seiner von der Kreditkrise gebeutelten Branche gefordert. Riskante Deals, wie hypothekenbesicherten Bonds, sollen künftig von Geschäften mit Kommunalanleihen getrennt werden.

Der US-Anleiheversicherer MBIA hat einen Strategiewechsel seiner von der Kreditkrise gebeutelten Branche gefordert. Mittelfristig müssten die Geschäfte mit Kommunalanleihen von riskanteren Deals wie jenen mit hypothekenbesicherten Bonds getrennt werden, sagte der neue MBIA-Chef Joseph Brown. Der Weltmarktführer MBIA trat zudem nach 22 Jahren aus der Branchenvereinigung AFGI aus und begründete den Schritt mit Differenzen über das richtige Vorgehen. Brown war erst am Dienstag an die Spitze von MBIA zurückgekehrt und hatte sich zuversichtlich gezeigt, ein Hilfspaket für die angeschlagene Branche schnüren zu können.

MBIA war wie seine Konkurrenten in den Strudel der Hypothekenkrise geraten. Die Bondversicherer haben neben den als relativ sicher geltenden Anleihen von US-Kommunen auch Garantien für komplexe und oft mit Ramschhypotheken (Subprime) besicherte Schuldverschreibungen übernommen. Diese haben in den vergangenen Monaten im Zuge der Finanzkrise massiv an Wert eingebüßt und bei den sogenannten Monolinern wie MBIA, FGIC und Ambac für schwere Verluste gesorgt. Zudem drohen den Unternehmen bei einem Verlust ihrer Top-Ratings auch Herabstufungen der versicherten Anleihen, die weitere Wertverluste zur Folge hätten.

FGIC ist bereits herabgestuft worden und hatte daraufhin angekündigt, sein Geschäft zu spalten. Auch hier soll die Sparte der Kommunalkredite von dem verlustträchtigen Geschäft mit sogenannten strukturierten Anleihen getrennt werden. Der US-Milliardär Warren Buffett hatte zudem angeboten, von den angeschlagenen Bondversicherern die Kommunalanleihen zu übernehmen.