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Deutsche Wirtschaft unruhigMerkels China-Politik umstritten

26.11.2007, 20:12 Uhr

Die deutsche Industrie hat an Bundeskanzlerin Merkel appelliert, für ein besseres Verhältnis zu China zu sorgen. "Nach den Verstimmungen der letzten Wochen benötigen wir einen konstruktiven Dialog", sagte BDI-Präsident Thumann in einem Zeitungsinterview. Auch in der Finanzbranche wächst die Kritik an Merkels China-Politik.

Die deutsche Industrie hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) appelliert, für ein besseres Verhältnis zu China zu sorgen. "Nach den Verstimmungen der letzten Wochen benötigen wir einen konstruktiven Dialog", sagte Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der "Financial Times Deutschland". Er vertraue darauf, dass die Bundesregierung an einer auf Partnerschaft und gegenseitigem Respekt ausgerichteten China-Politik festhalten werde, äußerte Thumann weiter.

Auch in der Finanzbranche wächst die Kritik an Merkels China-Politik. "Es gibt natürlich das Menschenrechtsthema, aber auf der anderen Seite haben wir klare wirtschaftliche Interessen. Man muss aufpassen, dass man den Fuß in der Tür behält", sagte ein hochrangiger Vertreter einer großen deutschen Bank der Zeitung.

Allerdings gibt es auch Unterstützung für Merkels eher prinzipiengeleiteten Kurs gegenüber Peking. "Gegenüber China darf man nicht nervös werden, sondern man muss Entschlossenheit zeigen. Es gibt keinen Grund für uns, einen Kotau vor China zu machen", sagte Anton Börner, Präsident des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu China seien langfristig ausgerichtet und stabil genug, um "kurzfristige politische Verstimmungen auszuhalten".