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Freitag, 12. Juni 2009

Fast neun Prozent: Preiseinbruch im Großhandel

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Die Kunden freut es, aber für die Wirtschaft ist der Preissturz im Großhandel problematisch.

Die Kunden freut es, aber für die Wirtschaft ist der Preissturz im Großhandel problematisch.
(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Im deutschen Großhandel sind die Preise im Mai so stark eingebrochen wie seit über 22 Jahren nicht mehr. Sie fielen um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Dies war der stärkste Rückgang seit Dezember 1986", hieß es. Damals waren die Preise um 9,5 Prozent gesunken.

Die Großhandelspreise gelten als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung, weil Einzelhandel und andere Abnehmer die Preisveränderungen teilweise an die Verbraucher weiterreichen. Die Teuerungsrate war im Mai auf null gefallen. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Verbraucherpreise im Sommer sogar fallen werden.

Benzin und weitere Mineralölerzeugnisse sowie feste Brennstoffe wie Kohle verbilligten sich im Mai um 23 Prozent. Erze und Metalle kosteten 28,5 Prozent weniger. Für Getreide, Rohtabak, Saaten und Futtermittel wurden 34,5 Prozent weniger verlangt. Verglichen mit dem Vormonat zogen die Großhandelspreise um 0,1 Prozent an.

dpa

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