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Freitag, 16. Januar 2009

Positive Signale im Gas-Streit: Putin beruhigt Merkel

Im Gas-Streit mit der Ukraine sehen Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) positive Signale für eine Lösung. Merkel sagte nach einem Treffen mit Putin, es könne eine Testphase unter Einbeziehung der EU-Beobachter geben, um die Weiterleitung des russischen Gases nach Westeuropa rasch sicherzustellen.

Putin sagte bei der gemeinsamen Pressekonferenz, er habe gute Gespräche mit den Hauptabnehmern E.ON Ruhrgas, ENI und Gaz de France geführt. Er glaube, dass man zu Vereinbarungen kommen könne, um die Blockade in der Ukraine zu beenden.

Der russische Ministerpräsident hatte zuvor seinen Vorschlag zur Bildung eines Konsortiums mit Beteiligung westlicher Konzerne erläutert, das das sogenannte "technische Gas" von Russland kaufen soll, dass zum Transport der eigentlichen Gaslieferungen nach Europa benötigt wird. Die Ukraine wiederum würde das Gas dann von diesem Konsortium erwerben.

Die Kanzlerin brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass ein Weg gefunden werde. Eine sehr schnelle Lösung sei nötig. Der Testversuch sollte gestartet werden. "Die Zeit drängt", sagte Merkel. Eine Lösung sei auch im Sinne von Russland und dem russischen Konzern Gazprom, weil es sonst einen Vertrauensverlust gebe.

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