Wirtschaft

Explodierender Verbraucherpreis: Regierung in Sorge

Die Bundesregierung sorgt sich wegen der anhaltend schwachen Konsumentwicklung und der Risiken eines weiteren kräftigen Verbraucherpreisanstiegs. "Belastend auf den privaten Konsum wirkt der Kaufkraftentzug durch den Preisniveauanstieg des Verbraucherpreisindex", hieß es im Monatsbericht des Finanzministeriums.

Dabei seien es vor allem die Energie- und Nahrungsmittelpreise, die zuletzt massiv belastet hätten. Das Ministerium warnte: "Das kräftige Preisplus auf den vorgelagerten Stufen hat das Risiko für einen weiteren deutlichen Anstieg des Verbraucherpreisniveaus aber erhöht". Neben den Preisanstiegen in einigen Bereichen sei es die verbreitete Unsicherheit bei den Verbrauchern, die immer noch ein wesentlicher Faktor für die Konsumschwäche sei.

Dabei seien eigentlich die Bedingungen für ein Anziehen des privaten Konsums angesichts einer besseren Beschäftigung und steigender Löhne günstiger geworden, heißt es in dem Bericht. "Ein weiterer starker Preisanstieg würde jedoch dämpfend wirken", formulierte das Haus von Minister Peer Steinbrück (SPD).

Insgesamt bewertete das Ministerium die aktuelle konjunkturelle Verfassung in Deutschland positiv. Das Wachstum des ersten Quartals werde wohl besser ausfallen als erwartet, dürfte sich aber im Jahresverlauf verlangsamen. Insgesamt überwiegen nach Auffassung der Ministeriumsexperten derzeit noch die konjunkturellen Auftriebskräfte. Allerdings hätten die Risiken, etwa in Gestalt höherer Ölpreise und der rückläufigen US-Wirtschaftsentwicklung, zugenommen. Bei den verminderten n Auslandsbestellungen könnten sich erste Bremsspuren einer nachlassenden weltwirtschaftlichen Dynamik zeigen. In dem Bericht ist die Rede von der "immer wahrscheinlicher werdenden Rezession in den USA."

Die Zunahme der binnenwirtschaftlichen Aktivitäten stütze sich auf die Ausweitung der Industrieproduktion und vor allem den kräftig höheren Anstieg der Investitionsgüterherstellung. Die Entwicklung im Produzierenden Gewerbe sei sehr positiv.

Die Aussichten für einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit sind nach Auffassung von Steinbrücks Experten "noch günstig".

Quelle: n-tv.de