Wirtschaft
Mittwoch, 31. Mai 2006

Geschäft mit der Geldanlage: UBS will weiter wachsen

Der Schweizer Bankkonzern UBS fasst zum weiteren Ausbau des On-Shore Vermögensverwaltungsgeschäftes die Eröffnung von entsprechenden Niederlassungen in den Niederlanden, Korea und Mexiko ins Auge. Wie bei UBS auf dem Investorentag in Zürich weiter zu erfahren war, sollen die organischen Wachstumsanstrengungen in der Vorort-Vermögensverwaltung auch in Indien und Russland verstärkt werden.

Das Wealth Management läuft derzeit gut für die UBS. Allein im ersten Quartal belief sich der Nettoneugeldzufluss in diesem Bereich auf knapp 34 Milliarden sfr. Insgesamt verwaltet der Konzern 2.766 Milliarden sfr. Der weltweite Markt für Wealth Management dürfte in den kommenden Jahren signifikant wachsen, so Marcel Rohner, der bei UBS für Global Wealth Management zuständig ist.

Übernahmen hat UBS ebenfalls weiter im Blick. Das gilt für das Investmentbanking ebenso wie für das Wealth Management. Doch Konzernleiter Peter Wuffli betonte auf dem Investorentag erneut, dass Großübernahmen für den Konzern nicht in Frage kommen, sondern das Schwergewicht auf kleineren, zum Konzern passenden Objekten liegt. "Wir denken, dass wir in China und Russland komplett sind. In Brasilien und Lateinamerika sind wird nun vertreten. In Indien würden wir gerne etwas machen", sagte Wuffli mit Blick auf Übernahmen weiter.


Weltweit, so ergänzte Rohner, biete der fragmentierte Markt breite Wachstumschancen. Rohner bezifferte den Marktanteil der UBS mit 3,5 Prozent, der Rest der Top 10 komme auf 18 Prozent. Und der Markt sei ubiquitär. Überall auf der Welt würden die gleichen fundamentalen Regeln für die Vermögensverwaltung gelten. Und mit ihrer stark integrierten globalen und auf Vermögensverwaltung wie auf Investmentbanking ausgerichteten Organisation habe UBS eine ausgezeichnete Ausgangslage.

Zuletzt übernahm UBS für 2,5 Mrd. Dollar in Brasilien die Banco Pactual. Banco Pactual verfügt neben dem Investment Banking und dem Asset Management nach UBS-Angaben auch über eine rasch wachsende Stellung im Wealth-Management-Markt. Es war die größte Übernahme der UBS seit der des amerikanischen Brokers PaineWebber in 2000 für damals 11,8 Mrd. Dollar. Im April erwarb die Bank das Privatkundengeschäft von Piper Jaffray in den USA für bis zu 875 Mio. Dollar.

Quelle: n-tv.de