Ex-Börsenstar vor GerichtVier Jahre Haft für Falk
Das Hamburger Landgericht hat den einstigen Internet-Unternehmer und Börsenstar Alexander Falk zu vier Jahren Haft wegen gemeinschaftlichen versuchten Betrugs und Bilanzfälschung verurteilt. Nach mehr als drei Jahren kommt damit einer der letzten großen Betrugsprozesse aus der Blütezeit des Neuen Marktes zu seinem Abschluss.
Das Hamburger Landgericht hat den einstigen Internet-Unternehmer und Börsenstar Alexander Falk zu vier Jahren Haft wegen gemeinschaftlichen versuchten Betrugs und Bilanzfälschung verurteilt.
Das Hamburger Landgericht sah es als erwiesen an, dass er zur Blütezeit des Neuen Markts durch Scheingeschäfte den Preis für seine Firma Ision Internet hochgetrieben hatte, die er an die britische Energis verkaufte.
Der Betrugsprozess gegen den Stadtplan-Erben geht mit dem Richterspruch nach mehr als drei Jahren zu Ende. Die Staatsanwaltschaft hatte fünf Jahre und neun Monate Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert.
Falk stand seit Dezember 2004 mit mehreren Mitangeklagten vor Gericht. Falk galt im Jahr 2000 als einer der Stars des Neuen Marktes. Sein Vater hatte den gleichnamigen Stadtplan-Verlag gegründet, den der Sohn 1995 im Alter von 26 Jahren erbte. Er verkaufte das Unternehmen für rund 25 Mio. Euro. Falk investierte unter anderem in die Schweizer Holding Distefora und den Internet-Dienstleister Ision. Das ganze Firmenimperium brach mit dem Niedergang des Neuen Marktes zusammen.