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Filmfonds ohne FilmeVorstand in U-Haft

01.04.2007, 13:22 Uhr

Ein ehemaliger Vorstand des Film- und Medienfonds Victory Media AG sitzt wegen des dringenden Tatverdachts der Untreue und Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus".

Deutsche Filmfonds beschäftigen weiter die Justiz. Ein ehemaliger Vorstand des Film- und Medienfonds Victory Media AG sitze wegen des dringenden Tatverdachts der Untreue und Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus".

Die Staatsanwaltschaft Augsburg gehe davon aus, dass ein großer Anteil der 360 Millionen Euro Anlegergelder nicht in Filmprojekte investiert worden sei. Das Geld sei vom Management abgezweigt worden. Daher müssten die 8500 Investoren neben einem drohenden Totalverlust ihrer Anlage auch um die bereits gewährten Steuervorteile bangen.

In einem ähnlichen Fall steht ab Montag in München der Gründer und früheren Chef des Medienfonds VIP vor Gericht. Auch hier soll nur ein kleiner Teil der Anlegergelder in dreistelliger Millionenhöhe tatsächlich in steuerbegünstigte Kinoprojekte investiert worden sein. Daher geht die Staatsanwaltschaft von Untreue und Steuerhinterziehung aus. Die 10.000 betroffenen Anleger müssen möglicherweise Steuern nachzahlen.