Wirtschaft
Die frühen Vögel.
Die frühen Vögel.(Foto: dpa)
Mittwoch, 13. September 2017

Der Börsen-Tag: Apple, Air Berlin und Bitcoin: Frühstücksgezwitscher

Hier zum Start mal drei Themen, über die sich zu so früher Stunde vortrefflich plaudern lässt und mit denen man demonstrieren kann, dass man am Ball ist:

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Apple hat am Vorabend seine neue Luxusversion des iPhone mit Gesichtserkennung, größerem Bildschirm sowie verbesserter Leistungskraft und Bildqualität präsentiert: Das neue iPhone X wird ab November erhältlich sein.

Konzernchef Tim Cook sprach vom "größten Schritt nach vorn", seit Apple vor zehn Jahren sein erstes iPhone auf den Markt gebracht hat.

Ein riesiger Schritt nach vorn ist allerdings auch der Preis: Das iPhone X (lateinisch "zehn") wird in Deutschland mit 64 Gigabyte für 1149 Euro und mit 256 Gigabyte für 1319 Ezro erhältlich sein. Für die, die sich das nicht leisten können, stellte Apple noch zwei andere neue Modelle des iPhone vor, die kostengünstiger sind:

Das iPhone 8 wird in der 64 GB-Version 799 Euro kosten, die 256 GB-Version 969 Euro. Das iPhone 8 Plus startet bei 909 Euro in der 64 GB-Version, die 256 GB-Variante kostet 1079 Euro. 

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Dann ist da noch die Hängepartie bei Air Berlin, die vor allem den Beschäftigten schwer zu schaffen und die Lage im Unternehmen auch nicht leichter macht. Nach zahlreichen Krankmeldungen von Piloten erwartet die insolvente Fluggesellschaft jetzt wieder Beeinträchtigungen im Flugbetrieb. Vermutlich werden erneut zahlreiche Flüge ausfallen. Hier mehr!

"Es liegen uns gegenwärtig 149 Krankmeldungen von Kapitänen und First Officers vor", heißt es in einem internen Brief an die Piloten. Unterdessen hat sich laut einem Medienbericht ein neuer Interessent ins Bieterverfahren eingeschaltet. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat die chinesische Betreibergesellschaft des Flughafens Parchim, LinkGlobal, in einer schriftlichen Absichtsbekundung ihr Interesse an einer Übernahme von Air Berlin mitgeteilt.

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Das dritte Thema, das sich als "Frühstücksgezwitscher" eignet, ist der neue Seitenhieb auf die Kryptowährung Bitcoin: Niemand geringerer als der Chef der JPMorganChase, Jamie Dimon, hat gegen die Kryptowährung Bitcoin gewettert und diese als glatten Betrug bezeichnet.

Mein Kollege Thomas Badtke hat es in der Nacht bereits gemeldet. Bei einer Rede auf einer Investorenkonferenz sagte Dimon, dass die digitale Währung nicht funktionieren werde, da sie praktisch aus dem Nichts entstanden sei. Der jüngste Anstieg der Digitalwährung sei schlimmer als die Tulpenzwiebelblase im 17. Jahrhundert und "werde nicht gut enden". Der Chef von JPMorgan spielte damit auf den Tulpenfieberwahn in Holland an, in dessen Zuge die Preise für die Blumen in astronomische Höhen gestiegen waren, bis die Blase letztlich platzte. Dimon sitzt hier allerdings einem gängigen Irrtum auf. Der Vergleich hinkt, wie wir sei der Veröffentlichung des Buches "Tulipmania" von der Geschichtsprofessorin Anne Goldgar wissen. Dazu hier mehr

Bleibt noch zu sagen, dass nicht jeder die Meinung von Dimon teilt. Wir versuchen auch das in unserer Berichterstattung ebenfalls regelmäßig abzubilden.

Hier und hier dazu mehr.

Quelle: n-tv.de