Wirtschaft
Freitag, 10. November 2017

Der Börsen-Tag: Cum-Ex-Geschäfte: Steuerrazzia bei Commerzbank

Das Frankfurter Geldhaus ist wegen umstrittener Tricks mit Dividendenpapieren erneut ins Visier der Strafverfolger geraten.

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Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, des Bundeskriminalamts und der hessischen Steuerfahndung durchsuchten bereits am Dienstag Geschäftsräume der Bank und die Wohnungen von drei Beschuldigten. Wegen falscher Steuerbescheinigungen im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften sei dem Fiskus ein Millionenschaden entstanden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

Sie wirft den Beteiligten schwere Steuerhinterziehung vor, nannte selbst aber keine Namen. Eine Commerzbank-Sprecherin sagte, das Institut kooperiere mit den Behörden.

Die Nachricht wirft Fragen nach der Höhe für der Rückstellungen für die Steuertricks auf. Nach Aussage des Finanzexperten von Bündnis 90/Die Grünen, Gerhard Schick, dürften diese zu niedrig sein. "Berücksichtigt man, dass der Steuerverlust durch Cum-Cum auf über 5 Milliarden Euro geschätzt wird und die Commerzbank hier als besonders aktiv galt, so ist die Größenordnung, in der diese nun mit einer Rückzahlung rechnet, überraschend gering", heißt es in einer Erklärung Schicks.

Quelle: n-tv.de