Wirtschaft
Donnerstag, 09. November 2017

Der Börsen-Tag: Dax taucht ab: Tiefster Stand seit Ende Oktober

Auf dem Höhepunkt der Quartalsberichtssaison haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt mächtig Kasse gemacht. Einige schwache Unternehmenszahlen und -ausblicke, der wieder anziehende Eurokurs sowie die nachgebende Wall Street setzten alle Indizes kräftig unter Druck.

Chart

Der Dax fiel unter die Marke von 13.200 Punkten auf den tiefsten Stand im laufenden Monat und verlor letztlich 1,49 Prozent auf 13.182 Punkte.

Börsianer erklärten dies vor allem mit Gewinnmitnahmen, nachdem der deutsche Leitindex seit Ende August um mehr als 12 Prozent zugelegt hatte und vor zwei Tagen auf ein Rekordhoch von 13.525 Punkten gestiegen war.

Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen abgebildet sind, schloss 1,27 Prozent tiefer bei 26.590 Punkten. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 2,49 Prozent auf 2458 Zähler nach unten.

Enttäuscht waren die Anleger von ProSieben, Adidas und Siemens. Daneben gab es Aussagen zur Wirtschaftsentwicklung. Die EU-Kommission hat die Wachstumsprognose für Deutschland auf 2,2 von zuvor 1,6 Prozent erhöht. In den kommenden beiden Jahren soll es dagegen um jeweils 0,1 Prozent niedriger ausfallen.

In ein ähnliches Horn blies auch EZB-Direktor Benoit Coeure, der die laufende wirtschaftliche Erholung innerhalb der Eurozone als sehr stark einstuft. An der Börse wurde dies dahingehend interpretiert, dass die EZB das Anleihekaufprogramm schneller als bisher erwartet zurückfahren könnte, was die Anleihen belastete.

Quelle: n-tv.de