Wirtschaft
Montag, 28. August 2017

Der Börsen-Tag: Draghi drückt auf Aktien

Guten Morgen,

am ersten Handelstag der Woche rechnen Händler mit Druck auf Europas Aktienmärkte. Der starke Euro verdirbt die Laune. Beobachter verweisen auf die Auftritte von EZB-Präsident Draghi und US-Notenbankchefin Yellen auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am Freitag.

Yellens fehlende Aussagen zur Geldpolitik standen offenbar im Gegensatz zu den Erwartungen mancher Teilnehmer. Während von Yellen Details zum weiteren Anziehen der Zinsschraube erwartet worden waren, ging es bei Draghi um mögliche Aussagen gegen die Eurostärke, die aber ausblieben. Entsprechend schoss der Euro nach oben und übersprang die 1,19er-Marke zum Dollar deutlich.

Am Morgen startet er bei 1,1921 Dollar in den Handel. Händler erwarten allerdings keinen größeren Halt vor dem Bereich von 1,21 Dollar. Auf die exportorientierten Aktienwerte in Europa dürfte dies Druck ausüben, Hauptleidtragender ist vor allem wieder der Dax. Für den Tagesverlauf wird hier ein Test der Wochentiefs unter 12.100 erwartet.

Relativ ruhig zeigen sich dagegen die internationalen Rentenmärkte. Sie pendelten auch nach den Draghi- und Yellen-Ansprachen auf dem Meeting nur seitwärts ohne neue Trendimpulse. Auch das Dollar-Yen-Verhältnis tendierte nur seitwärts.

Da die Börsen in London wegen eines Feiertages geschlossen sind, fallen die britischen Aktien als Taktgeber aus. Damit könnten weder Rohstoff-, Banken- noch Pharmasektor korrekt gepreist werden, heißt es im Handel.

Quelle: n-tv.de