Wirtschaft
Mittwoch, 13. September 2017

Der Börsen-Tag: Fraport hat Ärger in Griechenland

Fraport-Aktien haben in den vergangenen Tagen sehr geschwankt. Nach einem Kursdämpfer am Vortag erholen sich die Titel heute wieder etwas.

Gerüchte, dass der deutsche Flughafenbetreiber in Griechenland im Verzug sei mit der Modernisierung von zahlreichen griechischen Regionalflughäfen lässt Anleger offenbar kalt.

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Fraport weist diese Vorwürfe zurück: "Die Modernisierungspläne sind seit langem vorgelegt worden. Wir warten auf die Genehmigung der Master-Pläne durch die zuständigen Behörden", heißt es aus Kreisen der Fraport Greece.

Am Vortag hatte der griechische Verkehrsminister Christos Spirtzis der Fraport-Tochter vorgeworfen, sie halte Verpflichtungen nicht ein und habe keine der Reparaturen und Sanierungsarbeiten in die Tat umgesetzt, zu denen sie sich verpflichtet hatte. 

In der konservativen griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia wurde jedoch der populistische Flügel der regierenden Linkspartei Syriza für den Streit verantwortlich gemacht. Dieser sabotiere aus ideologischen Gründen mit allen Mitteln Investitionen in Griechenland.

Ein Fahrzeug mit Gepäckstücken fährt auf dem Rollfeld des Airports von Thessaloniki.
Ein Fahrzeug mit Gepäckstücken fährt auf dem Rollfeld des Airports von Thessaloniki.(Foto: picture alliance / Armin Weigel/)

Fraport hatte im April offiziell den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen übernommen, darunter etwa auch in Thessaloniki. Die Vergabe der Konzessionen über 40 Jahre gilt als eines der größten Privatisierungsprojekte im überschuldeten Griechenland. Athens Privatisierungsfonds kassierte dafür 1,234 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de