Wirtschaft
Donnerstag, 05. Oktober 2017

Der Börsen-Tag: Katalonien-Sorgen: Das sollten Anleger jetzt wissen

Die Katalonien-Krise steht auch heute im Fokus der Anleger, sie dürfte jedoch vor allem die spanische Börse belasten.

Die mögliche Unabhängigkeit Kataloniens verschreckt die Wirtschaft. Erste Firmen wandern ab oder planen den Umzug.
Die mögliche Unabhängigkeit Kataloniens verschreckt die Wirtschaft. Erste Firmen wandern ab oder planen den Umzug.(Foto: imago/Ralph Peters)

Anleger sollten folgende Dinge auf dem Schirm haben:

  • Katalonien erklärt Unabhängigkeit möglicherweise am 9. Oktober. Die Unabhängigkeit Kataloniens wird möglicherweise am Montag ausgerufen. Sicher ist das zwar nicht. Doch für den 9. Oktober ist eine Sitzung des Regionalparlaments einberufen worden, wie aus der Regionalregierung in Barcelona verlautete. "Je nachdem, wie die Sitzung verläuft, könnte die Unabhängigkeit erklärt werden", sagen Quellen, die anonym bleiben wollen. Bei der Sitzung soll das Ergebnis des Referendums besprochen werden.
  • Spanische Regierung lehnt Vermittlung im Katalonien-Konflikt ab. Die spanische Regierung lehnt eine Vermittlung im Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens ab. "Die Regierung wird über nichts Illegales verhandeln und wird keine Erpressung hinnehmen", erklärte das Büro von Ministerpräsident Mariano Rajoy. Gespräche werde es erst geben, wenn der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont die Unabhängigkeitsbestrebungen aufgebe.
  • S&P nimmt Katalonien auf Creditwatch Negative. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die spanische Region Katalonien auf Creditwatch Negative gesetzt. Innerhalb der kommenden drei Monate soll entschieden werden, ob die Bonitätsbewertung - aktuell bei B+ - um eine oder mehrere Stufen herabgesetzt wird. Die politische Konfrontation der katalanischen Regierung mit Spaniens Zentralregierung sei nach dem Referendum über die Unabhängigkeit der Region eskaliert.

Quelle: n-tv.de