Wirtschaft
Mittwoch, 13. September 2017

Der Börsen-Tag: Russland-Sanktionen der USA treffen deutsche Firmen

Die neuen Strafmaßnahmen der USA gegen Russland lösen international Empörung aus. Auch deutsche Unternehmen sind laut einer Umfrage alarmiert.

Auch BASF-Tochter Wintershall ist an an dem Milliardenprojekt Nord Stream beteiligt.
Auch BASF-Tochter Wintershall ist an an dem Milliardenprojekt Nord Stream beteiligt.(Foto: picture alliance / dpa)

Einer Erhebung der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau zufolge geht mehr als die Hälfte der Firmen davon aus, direkt oder indirekt betroffen zu sein.

"Die neuen Sanktionen schweben wie ein Damoklesschwert über den deutschen Unternehmen", sagt der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp. Sie würden als bedrohlicher eingestuft als die alten Sanktionen, die seit 2014 wegen des Ukraine-Konflikts gelten. Die AHK forderte Bundesregierung und EU-Kommission zum Handeln auf.

Der US-Kongress hatte Ende Juli die weitreichendsten Sanktionen gegen Russland seit Jahren beschlossen. Sie richten sich gegen wichtige Wirtschaftszweige wie den für Moskau zentralen Energiesektor. Konkret ist etwa das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 betroffen, das russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland bringen soll.

Auch die BASF-Tochter Wintershall ist an dem Milliardenprojekt beteiligt. Kritiker werfen den USA vor, lediglich ihr eigenes Flüssiggas nach Europa verkaufen zu wollen

Quelle: n-tv.de