Wirtschaft
Freitag, 10. November 2017

Der Börsen-Tag: Wall Street zweifelt an Trumps Steuervorhaben

Mit Amazon sind wir auch in den USA angekommen, wo nun auch gehandelt wird: Am letzten Handelstag der Woche trüben allerdings Gewinnmitnahmen und Sorgen vor Verzögerungen bei der Steuerreform in den USA die Stimmung an der Wall Street. Marktteilnehmer befürchten, dass Präsident Donald Trump seine Entlastungen für Unternehmen nicht vor 2019 durchsetzen kann.

Angesichts der auslaufenden Bilanzsaison für das dritte Quartal streichen viele Investoren zudem Gewinne ein. Die großen US-Indizes dürften auf Wochensicht nachgeben, nachdem S&P und Dow Jones zuvor acht Wochen in Folge zugelegt hatten.

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Der Dow-Jones-Index notiert im frühen Handel 0,1 Prozent im Minus bei 23.432 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verliert 0,2 Prozent auf 2579 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßt 0,2 Prozent auf 6739 Punkte ein.

Die schwächere Verbraucherstimmung in den USA setzt an den Märkten keine größeren Akzente. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel laut der ersten Umfrage im Monat auf 97,8 Punkte. Ökonomen hatten einen Wert von 100,0 erwartet nach 100,7 im Vormonat.

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Bei den Einzelwerten ragt zunächst Hertz heraus. Der Autovermieter wies einen überraschend hohen Gewinn aus, woraufhin die Aktien zu Beginn um knapp elf Prozent in die Höhe schnellten, die Anleger machten jedoch auch schnell Kasse. Zuletzt notieren die Papiere 1,8 Prozent leichter.

Walt Disney verteuern sich um drei Prozent. Der Unterhaltungskonzern setzt im Wettbewerb mit Netflix auf die bewährte Macht der "Stars Wars"-Saga. Firmenchef Bob Iger kündigte eine weitere Trilogie an, die unter Leitung des Regisseurs Rian Johnson entstehen soll.

Quelle: n-tv.de