Wirtschaft
Wer hat die Kontrolle?
Wer hat die Kontrolle?(Foto: Tesla Motors)
Mittwoch, 13. September 2017

Der Börsen-Tag: Zu viel Kontrolle? Tesla-Update per Funk

Und es gibt noch ein Thema, das, wie ich finde, durchaus Diskussionstoff birgt: Die US-Presse berichtete, dass Tesla im Zusammenhang mit dem Tropensturm "Irma" die Akku-Reichweite für einige Modelle per Funk angehoben hat - Betroffene sollten mit ihrem Tesla fliehen können und nicht liegen bleiben.

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Laut Tesla gab das Unternehmen die zeitweise Aufwertung frei, nachdem ein Nutzer wegen "Irma" darum gebeten hatte.

Wer Florida oder andere Evakuierungszonen verlassen musste, bekam je nach Modell bis zu 40 Meilen (etwa 65 Kilometer) Reichweite extra auf der Batterie.

Betroffen waren die Modelle S und X, bei denen 75-kWh-Batterien per Software auf 60 kWh begrenzt sind. Tesla verkauft diese Versionen günstiger. Das kostenlose Update aus der Ferne soll bis Samstag gelten.

Was für manche erstmal gut klingen mag, ist allerdings auch ein bisschen gruselig, zeigt es doch, dass der Hersteller im Prinzip jederzeit aus der Ferne Zugriff auf das Auto Zugriff hat - auch wenn der Fahrer oder die Fahrerin die Hände am Lenker haben und meinen, die Kontrolle zu haben.

Das könnte unangenehme Folgen haben. Denn zum Beispiel könnte so die Batterie gehackt werden. Wie viele Besitzer tatsächlich vom Upgrade profitiert haben, ist nicht bekannt. Tesla gab keine Zahlen bekannt. Bei Twitter hagelte es Kritik, wie man hier rechts beispielhaft sehen kann.

Tesla ist und bleibt eine Glaubensfrage. Die einen schwören auf die Innovationskraft und das positive Image, die anderen gehen zunehmend - auch wegen der hohen Bewertung - auf Distanz.

Quelle: n-tv.de