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Donnerstag, 20. September 2007

Forschung auf Ursachensuche: 15 Millionen mit Arthrose

Durch eine intensivere Ursachenforschung wollen Wissenschaftler neue Behandlungsansätze für Arthrose entwickeln. In Deutschland leiden zirka 15 Millionen Menschen an arthrosebedingten Gelenkschmerzen.

Das teilte die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) auf ihrem Jahreskongress (19. bis 22. September) in Hamburg mit. Hierbei handelt es sich um eine degenerative rheumatische Erkrankung des Gelenkknorpels. Die bisher unklaren Entstehungsgründe der Krankheit machten eine vorbeugende oder frühzeitige Behandlung unmöglich.

"Arthrose hat nicht eine definierte Ursache", sagte Prof. Wolfgang Rüther, Präsident des Kongresses. Außerdem sei Arthrose im Anfangsstadium nicht schmerzhaft und darum schwer zu diagnostizieren. Sei ein Gelenkknorpel aber erst einmal zerstört, dann sei der Schaden irreversibel. Medikamente können nicht heilend oder korrigierend eingesetzt werden.

Darum ist es Ziel der Arthroseforschung, Ursachen für die Krankheit zu finden und auf dieser Basis direkt in den Krankheitsverlauf einzugreifen. Neueste Studien ergaben, dass der Prozess der Knorpeldegeneration Entwicklungen wiederholt, die während der embryonalen Knorpel- und Knochenentwicklung auftreten. Warum es während der Arthrose zur erneuten Aktivierung dieser Entwicklungsmuster kommt und wie man die Arthrose durch Eingreifen in diesen Prozess aufhalten kann, ist Gegenstand der aktuellen Forschung.

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