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Wen es auf die Tanzfläche zieht, sollte sein Getränk nicht unbeobachtet stehen lassen.
Wen es auf die Tanzfläche zieht, sollte sein Getränk nicht unbeobachtet stehen lassen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Opfer werden betäubt: Achtung, Vergewaltigungsdrogen!

"Vergewaltigungsdrogen" sind weltweit auf dem Vormarsch. Der Gebrauch dieser Drogen breite sich derzeit schnell aus, warnt der Internationale Suchtstoffkontrollrat der Vereinten Nationen (INCB) in seinem Jahresbericht. Während das Betäubungsmittel Rohypnol auf rechtmäßigem Weg vergleichsweise schwer zu bekommen sei, würden Stoffe wie das Narkosemittel GHB und das Lösungsmittel GBL - auch als "K.O.-Tropfen" und "Liquid Ecstasy" bekannt - lockerer gehandelt.

Sexualtäter können ihr Opfer wehrlos machen und sein Erinnerungsvermögen ausschalten, indem sie die neutral schmeckenden Drogen etwa in ein Getränk mischen. Hersteller und Regierungen sollten deshalb dafür sorgen, dass die Mittel eingefärbt und mit Geschmacksstoffen versetzt würden, forderte das in Wien ansässige Fachgremium der UNO.

Schmerzmittelmissbrauch nimmt zu

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Auch verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Morphin, Kodein und Methadon hätten sich in den vergangenen Jahren ausgebreitet und seien in vielen Ländern zu einem "größeren Problem" geworden, stellte der Suchtstoffkontrollrat fest. In Ländern wie den USA gebe es mehr Menschen, die diese Suchtmittel nähmen, als Menschen, die Heroin, Kokain und Ecstasy nehmen. In Teilen Europas sei davon auszugehen, dass 15 Prozent der Schüler Beruhigungsmittel ohne Rezept einnähmen, heißt es in dem INCB-Bericht. Schon der einmalige Missbrauch von Suchtstoffen könne aber "ernsthafte Folgen" haben.

Quelle: n-tv.de

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