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Donnerstag, 19. November 2009

Vor allem bei Männern: Alkohol verringert Infarktrisiko

Auch wenn dem Alkohol gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen werden, sollten die Nebenwirkungen bedacht werden.

Auch wenn dem Alkohol gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen werden, sollten die Nebenwirkungen bedacht werden.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Männer, die regelmäßig Alkohol trinken, haben einer Studie zufolge eine geringere Herzinfarktgefahr als Nichttrinker. Eine in der britischen Fachzeitschrift "Heart" veröffentlichte Langzeituntersuchung in Spanien mit über 41.000 Männern und Frauen zeigte, dass gemäßigtes Trinken - fünf bis 30 Gramm Alkohol beziehungsweise höchstens 0,3 Liter Weißwein täglich - das Infarktrisiko bei einem Mann um 54 Prozent minderte. Wer nur wenig trinkt, durchschnittlich 0,5 Gramm Alkohol täglich, hat den Forschern zufolge ein um 35 Prozent niedrigeres Risiko.

Selbst Vieltrinker - mit bis zu 90 Gramm Alkohol am Tag - halbieren offenbar die Gefahr, einen Herzinfarkt zu erleiden. Auch bei Frauen wirkte sich Alkohol in dieser Hinsicht günstig aus, allerdings nicht in entscheidendem Maß, da sie ohnehin im Verhältnis weniger Herzinfarkte haben als Männer.

Von den rund untersuchten 41.000 Spanieren erlitten im Verlauf der über zehnjährigen Untersuchung 609 einen Herzinfarkt oder ein ähnliches Herzproblem - unter ihnen waren aber nur 128 Frauen. Die Wissenschaftler wiesen allerdings darauf hin, dass Alkohol der Gesundheit im Allgemeinen eher abträglich ist. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben 76 Millionen der rund zwei Milliarden Menschen weltweit, die regelmäßig Alkohol trinken, gesundheitliche Probleme.

AFP

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