Mittwoch, 05. November 2008
3000 Füße gescannt: Armee-Stiefel deluxe
Wissenschaftler der TU Chemnitz entwickeln einen neuen Stiefel für die Schweizer Armee. Dafür werden derzeit 3000 Füße gescannt, um herauszufinden, welche Fußform die breite Masse der Soldaten hat, wie die Universität mitteilte.
In der Professur für Bewegungswissenschaften sollen Stiefel entworfen werden, mit denen die Soldaten so angenehm wie möglich unterwegs sind. Auch die Schweißentstehung soll untersucht werden. Die Sohlen müssten sowohl fürs Marschieren, Klettern und für den Stellungskampf geeignet sein. Laut TU kommen 80 Prozent der Forschungsdrittmittel dieser Professur aus der Schuhindustrie.
Der Auftrag der Schweizer Armee an die TU Chemnitz sei auf europaweites Interesse gestoßen, sagte der Inhaber der Professur, Thomas Milani, laut einer Mitteilung. "Auch die deutsche und die österreichische Bundeswehr sind in das Projekt eingestiegen. Wir werden auch ihre Schuhe testen und neu entwickeln." Die Problematik der drückenden Stiefel sei weltweit bekannt: In den USA und in England etwa kauften sich die Armeeangehörigen eigene Schuhe, da die des Militärs zu Fuß-Problemen führten.
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