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Weihnachtsgeschenke an BordAstronauten besteigen ISS

25.10.2012, 19:39 Uhr
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Die Sojus auf dem Weg ins All. (Foto: REUTERS)

Erst in achteinhalb Wochen dürfen die Astronauten das öffnen, was sie mit zur Raumstation bringen: Mit an Bord sind schon die Geschenke für das Weihnachtsfest. Ansonsten verläuft der Flug normal, obwohl es eine kleine Weltpremiere gibt.

Rund 50 Stunden nach ihrem Start sind drei Raumfahrer mit vielen Weihnachtsgeschenken im Gepäck an Bord der Internationalen Raumstation ISS gegangen. Das Sojus-Raumschiff mit den Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin sowie dem US-Astronauten Kevin Ford machte am Donnerstag um 14.29 Uhr deutscher Zeit an dem Außenposten der Menschheit fest. "Alles verlief völlig normal nach Plan", sagte Flugleiter Alexej Krasnow von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos.

Damit hat die ISS rund 415 Kilometer über der Erde wieder ihre Sollstärke von sechs Raumfahrern erreicht. Dort arbeiten außerdem der Japaner Akihiko Hoshide, die US-Amerikanerin Sunita Williams und der Russe Juri Malentschenko.

Neben den Geschenken brachte die am Dienstag vom Weltraumbahnhof Baikonur (Kasachstan) gestartete Sojus auch Forschungsgeräte für neue Experimente ins All. Am kommenden Mittwoch fliegt noch ein unbemanntes Progress-Raumschiff mit 2,5 Tonnen Nahrungsmitteln, Treibstoff und alltäglichen Dingen für die Crew zur ISS.

Startplatz zum ersten Mal genutzt

Auf die neue ISS-Crew wartet ein umfangreiches Arbeitsprogramm – und eine Weihnachtsfeier. Die beiden Russen und der Amerikaner bleiben etwa 140 Tage im Orbit. Dagegen kehren Williams, Hoshide und Malentschenko am 12. November zur Erde zurück und feiern den Jahreswechsel mit ihren Familien.

Im Unterschied zu allen anderen Raumschiffen hob die Sojus am Dienstag nicht von jener Rampe ab, von der Juri Gagarin 1961 als erster Mensch ins All geflogen war. Der historische Startplatz wird modernisiert. Zum ersten Mal seit der ISS-Nutzung war diesmal die Rakete mit dem Raumschiff von Startplatz 31, einem Nachbau der "Gagarin-Rampe", losgeflogen.

Quelle: ntv.de, dpa