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Eine Penisvergrößerung ist noch kein Potenzmittel, sagen Chirurgen.
Eine Penisvergrößerung ist noch kein Potenzmittel, sagen Chirurgen.(Foto: AP)

Jeder sechste Patient ist ein Mann: Auch Männer lassen korrigieren

Auch Männer legen sich unters Messer. Botoxbehandlungen stehen weit oben in der Beliebtheitsskala, aber auch die Zahl der Penisvergrößerungen steigt an, wie eine Fachgesellschaft berichtet.

Zunehmend legen sich auch Männer unters Messer von Schönheitschirurgen. "Jeder sechste unserer Patienten ist männlich", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), Sven von Saldern, in Berlin bei der Vorstellung einer Umfrage zu Trends in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Die in der DGÄPC organisierten Ärzte befragen seit 2008 ihre Patienten. Seitdem ist der Anteil von männlichen Patienten gestiegen. Vor drei Jahren waren es noch knapp zehn Prozent der Befragten, 2011 rund 16 Prozent der rund 1100 Teilnehmer der Umfrage.

Männer kommen, so das Ergebnis der Befragung, um sich Fett absaugen zu lassen (19 Prozent), die Lider straffen zu lassen (18 Prozent) oder wegen einer Nasenkorrektur (13,3 Prozent).

Für Saldern überraschend tauchte erstmals in der Statistik die Intimchirurgie auf Platz sieben auf. Von Saldern wies darauf hin, dass es bei intimchirurgischen Operationen nicht um die Behebung von "erektilen Störungen" gehe, sondern um "Volumenvergrößerung" und darum, "die Sichtbarkeit des männlichen Geschlechtsorgans zu erhöhen". Zwei verschiedene OPs seien möglich, berichtet Wagner: "Eine Verlängerung wird erreicht durch die Durchtrennung eines bindegewebigen Bands." Ein bis drei Zentimeter könnten dadurch hinzugewonnen werden.

Außerdem gebe es eine Operation zur Penisverdickung. "Dabei werden eigene Fettzellen des Patienten zum Beispiel am Bauch entnommen, medizinisch behandelt und in den Penisschaft eingebracht." Beide OPs würden häufig kombiniert. Gesamtpreis: etwa 6900 Euro. Wie viele Männer in Deutschland so eine Operation vornehmen lassen, lasse sich kaum schätzen, sagt von Saldern.

Bei Frauen liegt die Brustvergrößerung weiterhin mit Abstand auf Platz eins der Schönheits-OPs, gefolgt von Fettabsaugung und Lidstraffung. Die Schätzungen zur Anzahl von Schönheits-OPs in Deutschland gehen weit auseinander. Von Saldern sprach von 50.000 bis 100.000 geschätzten OPs jährlich. Rund 1000 plastische Chirurgen arbeiten seinen Angaben zufolge in Deutschland. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug in der DGÄPC-Umfrage 38 Jahre und zehn Monate. Frauen lagen leicht unter diesem Schnitt, Männer leicht darüber.

Quelle: n-tv.de

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