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Im Einsatz ihrer Majestät: 250.000 Brieftauben überbrachten im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Briten täglich wichtige Botschaften.
Im Einsatz ihrer Majestät: 250.000 Brieftauben überbrachten im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Briten täglich wichtige Botschaften.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Rätselhafte Weltkriegsbotschaft: Brite findet Brieftaubenskelett

Eine verschlüsselte Nachricht aus dem Zweiten Weltkrieg lässt Großbritanniens Abhördienst alt aussehen. Die Botschaft, welche neben dem Skelett einer Brieftaube gefunden wurde, kann scheinbar selbst mit modernsten Mitteln nicht entschlüsselt werden. Nun richten sich die Experten an die Öffentlichkeit und bitten um Hilfe.

Eine bei einer toten Brieftaube gefundene verschlüsselte Botschaft aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt bei Großbritanniens oberstem Abhördienst GCHQ für einiges Kopfzerbrechen. GCHQ-Experten könnten den Code einfach nicht knacken, sagte ein Historiker des Abhördienstes am Freitag dem britischen Sender BBC. Er erhoffe sich nun von der Öffentlichkeit Hinweise zu der rund 70 Jahre alten Botschaft.

Entdeckt wurde die Botschaft demnach von einem Mann aus dem südostenglischen Surrey: Bei der Renovierung seines Kamins stieß er auf das Skelett einer Brieftaube, an deren Bein noch ein kleiner roter Behälter befestigt war. Darin enthalten war ein dünnes Stück Papier mit dem Aufdruck "Brieftaubendienst" und vier Reihen handgeschriebener Buchstabenkombinationen. Selbst den ultramodernden Computern des Abhördienstes sei es nicht gelungen, die Botschaft zu entschlüsseln, berichtete der Historiker, der nur seinen Vornamen, Tony, nannte.

Während des Zweiten Weltkriegs setzten die britischen Dienste im Kampf gegen die Nazis rund 250.000 Brieftauben ein, um Informationen vom besetzten Kontinent sicher zur Insel zu bringen. Bei vielen dieser Nachrichten kannten nur Absender und Empfänger den Entschlüsselungs-Code, berichtete der Historiker. Deshalb hoffe er, ein noch lebender Verschlüsselungs-Experte aus der Ära könne seinen ratlosen Kollegen auf die Sprünge helfen.

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Quelle: n-tv.de

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