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Vom Auto auf Nahverkehr umsteigen: Bus- und Bahnfahren hält fit

Es klingt logisch - und nun können Forscher auch beweisen, dass die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel gut ist für die Gesundheit. Im Gegensatz zu Autofahrern bewegen sich Bus- und Bahnfahrer wesentlich mehr und halten so ihr Gewicht konstant.

Auch beim Stehen im Bus verbraucht der menschliche Körper mehr Energie als beim Sitzen.
Auch beim Stehen im Bus verbraucht der menschliche Körper mehr Energie als beim Sitzen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wer regelmäßig Bus und Bahn fährt, bleibt eher schlank und nimmt leichter ab. Das haben US-amerikanische Forscher herausgefunden. Je mehr Straßenbahnen und Busse in einer Stadt unterwegs sind, desto schlanker und gesünder sind deren Bewohner, lautet das Fazit dieser Untersuchung. Sie wird im August-Heft des "American Journal of Preventive Medicine" veröffentlicht.

Für die Studie wurden auf den öffentlichen Nahverkehr umgestiegene und autofahrende Berufspendler ein Jahr lang beobachtet. Die Ergebnisse fallen eindeutig aus. Im Vergleich zu den Autofahrern nahmen die Bus- und Bahnfahrer durchschnittlich drei Kilogramm ab. Die Gründe dafür sind einfach: Schon allein der Weg zur Haltestelle und die eventuellen Sprints zum noch wartenden Bus fordern die amerikanischen Pendler zu mehr Bewegung heraus.

Eine Möglichkeit zum Abnehmen

In den USA ist der öffentliche Nahverkehr längst nicht so etabliert und ausgebaut wie beispielsweise in Deutschland. Die Experten appellieren deshalb an die amerikanische Politik, mehr Geld in den Nahverkehr zu investieren und zudem die Sicherheit und die Attraktivität von Fußgängerwegen in den Städten zu verbessern.

Die Linie 100 in Berlin ist bei Touristen begehrt.
Die Linie 100 in Berlin ist bei Touristen begehrt.(Foto: picture-alliance/ dpa)

So könnten mehr Menschen animiert werden, den Nahverkehr zu nutzen. "Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr bieten (...) die Möglichkeit, die Fettleibigkeit der Bevölkerung zu reduzieren", sagte Versuchsleiter John M. MacDonald von der Universität Pennsylvania.

Für die Studie arbeiteten Forscher von zwei Universitäten im US-Bundesstaat Pennsylvania und die amerikanische Denkfabrik Rand (Research and Development) zusammen. Rand hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit der zunehmenden Fettleibigkeit der Amerikaner beschäftigt.

Quelle: n-tv.de

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